Fernlokal

Online-Magazin für kulturelle Korrespondenzen und Kontraste

Fernlokal-Reisetipp: Kostenlose Stadtführungen Rio de Janeiro

Unterwegs in Rio: Die “Roteiros Geográficos do Rio”der Universidade do Estado do Rio de Janeiro führen auch zu Orten abseits der klassischen Touristen-Pfade.

Das Projekt Roteiros Geográficos do Rio bietet kostenlose Stadtführungen durch Rio de Janeiro an, um den Cariocas bisher unbeachtete Aspekte ihrer Heimat zu vermitteln – aber auch Touristen dürfen sich den (portugiesischen) Spaziergängen anschließen, bei denen es um Geografie, Geschichte, Architektur, Religion, Kunst und Kultur geht:

“Os eventos descortinam a geografia, a história, a arquitetura, a religiosidade, as artes e a cultura, afora o cotidiano da cidade Maravilhosa de São Sebastião do Rio de Janeiro revelando seus meandros, gênese, expansão, simbologias e metamorfoses.”

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Mist zu Gold

Der kleine peruanische Küstenort Paracas ist berühmt für seine Inseln voller Vögel – und deren Mist ist ein wertvolles Wirtschaftsgut.

Morgens um acht schießen die ersten Schnellboote voller Touristen an der Küste des Naturschutzgebietes von Paracas vorbei, vorbei an einem riesigen Abdruck, der in den Hang geritzt ist und aussieht wie ein überdimensionaler Kerzenleuchter oder ein Kaktus und um den sich verschiedene Mythen ranken, da niemand seine Herkunft kennt.

Wenn das Boot die Islas Ballestas erreicht, sind die Vögel und Seelöwen aber die größte Attraktion – das Boot treibt an schwarzen oder weißen Felsformationen vorbei, je nachdem, welche Farbe die dort sitzenden, nistenden Vögel haben, die das karge Gestein in lebendiges Gewimmel verwandeln.

“Die arbeiten gerade”, sagt der Touristenführer Louis aus Paracas und deutet auf ein paar Vögel, die gerade weiße Flecken gegen den steil abfallenden Felsen klatschen lassen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Übernachten im Flüchtlingslager

Das palästinensische Flüchtlingslager Dheisheh bei Bethlehem ermöglicht einen Einblick in den Alltag seiner Bewohner.

Einige Jugendliche machen neben der Hauptstraße Musik, vorbeifahrende Autos hupen, später dringt die ganze Nacht Musik durch die engen Straßen – in Dheisheh wird an diesem Abend die Hochzeit eines palästinensischen Pärchens gefeiert.

Am Anfang war es nur eine Zeltstadt, jetzt ist eine richtige kleine Stadt: Das Flüchtlingslager Dheisheh im Süden von Bethlehem ist längst nicht mehr die temporäre Siedlung, als die es anfangs gedacht war. Den Rest des Beitrags lesen »

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Fernverlinkt: Harbour-Tales – Geschichten aus Israel

Konflikt, Alltag und komplexe Lebenswelten: Deutsche und israelische Journalisten haben sich auf einen Streifzug durch Israel gemacht.

Immigration, alltägliche Bedrohung in Sderot, Mode, eine Demo für einen palästinensischen Staat, Jerusalem-Syndrom, Nachtleben in Tel Aviv, religiöser Übereifer: Bei einem Crossmedia-Workshop haben junge Journalisten aus Deutschland und Israel in Israel zahlreiche Geschichten gesucht, gefunden und auf der Webseite Harbour Tales in Bild, Ton und Text aufbereitet.

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Lebendige Wände

Kollektive Kunst: Der französische Künstler JR verwandelt öffentlichen Raum in eine Gesichter-Galerie.

Sie schreien, jubeln oder blicken mal nachdenklich, mal lachend, mal durchdringend, mal kämpferisch: Wenn Mauern, Stromkästen, Busse, Häuser, Städte von riesigen, schwarz-weißen Portraits überzogen werden, dann hat JR wieder seine Mission erfüllt. Die Straße ist für den französischen Künstler „die größte Galerie der Welt“.

Gerade ist der über die Streetart-Szene hinaus bekannte Public-Artist, Jahrgang 1983, in Israel und der Westbank unterwegs – in Tel Aviv und Haifa, Bethlehem und Ramallah fotografieren er und seine Künstlergruppe Tausende von Menschen und lassen sie die Gesichter in den Städten plakatieren. Die Bedeutung der Blicke – sie bleibt den Portraitierten überlassen, und den Passanten. Den Rest des Beitrags lesen »

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Rios Bonde: Wahrzeichen auf dem Abstellgleis

Kaum ein Bild von Rios Künstlerviertel Santa Teresa kommt ohne die kleine gelbe Straßenbahn aus. Doch seit einem Unfall mit Toten ist die Bonde stillgelegt.

Bis die genauen Ursachen geklärt sind, soll die Bonde, eines von Santa Teresas Wahrzeichen, außer Betrieb gesetzt bleiben -  mehr als einen Monat fehlt die gelbe Bahn nun auf den kurvigen Straßen von Santa Teresa. Weil die Bonde einen historischen Wert, wohl eher aber weil sie von enormer touristischer Bedeutung ist, murren die Bewohner des Viertels.

Einige von ihnen gingen Mitte September auf die Straße und forderten die Bonde zurück in Rios Alltag. “Wir wollen die Bonde zurück” oder “Wann werden wir unsere Bahn zurückerhalten” stand auf den Banderolen.


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Off-Kultur und Veggie Bar: Rogatka Tel Aviv

Bar,Veggie-Küche und kulturelle Plattform: Das “Rogatka” in Tel Aviv ist ein Treffpunkt der linken Szene.

Subkulturelle Szenen sind in Tel Aviv zwar häufig, dennoch schwer aufzuspüren für Fremde, die des Hebräischen nicht mächtig sind und die zirkulierenden Flyer, Plakate und Online-Hinweise nicht entziffern können. Auch das “Rogatka” hat es bei dem guten Vorsatz belassen, “bald” die Webseite auf Englisch zugänglich zu machen.

Die kleine Bar in der Yizhak Sadeh Street 32, die von einem linken Kollektiv betrieben wird und bei der die Menschen hinter der Theke alle paar Minuten wechseln, fühlt sich nach hellem Sonnenlicht erstmal an wie eine Mischung aus dunklem Wohnzimmer, Schuppen und Kantine – trotzdem irgendwie gemütlich. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wolfgang Stoephasius: Miles & More

Wenn Wolfgang Stoephasius reist, dann hakt er Ziele auf seiner Liste ab – wie alle im Klub der Extremreisenden, in dem er deutscher Rekordhalter ist.

Pitcairn war ein besonders kniffeliger Fall. Die winzige Vulkaninsel, gerade viereinhalb Quadratkilometer britisches Überseegebiet, ragt abrupt aus dem Pazifik heraus, an den Klippen brechen sich die tosenden Wellen, irgendwo zwischen Neuseeland und Südamerika, weit weg vom Festland, so fern, dass Pitcairn lange nicht einmal auf einer Karte verzeichnet war.

Alle paar Monate wagt sich ein Schiff aus Neuseeland heran, um die letzten 48 Bewohner zu versorgen, Nachfahren der Seefahrer, die 1789 auf der Bounty meuterten, später hier anlegten und mit geraubten Tahitianerinnen die Insel belebten.

Diese Insel also wollte auch der Münchner Wolfgang Stoephasius erobern im Februar 2011. Er buchte eine Kreuzfahrt für sich und seine Frau, das Schiff sollte in die Nähe von Pitcairn fahren. Den Rest des Beitrags lesen »

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St. Petersburg – East Side Story

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Soziales Engagement im Drogenkrieg

Lisa Zeidler und Sandra Wienand haben die Situation von Menschenrechtsorganisationen in Kolumbien und Mexiko erforscht.

Drogen begegneten Lisa Zeidler und Sandra Wienand gleich am ersten Tag in Bogotá, der ehemaligen kolumbianischen Drogenwelthauptstadt: Als sie in einem kleinen Laden Wasser kaufen wollten, schwankte ein Kolumbianer mit einem weißen Tütchen voller Kokain hinein und ließ es sich von der Ladenbesitzerin aufschneiden.

Kolumbianischer Alltag, für die deutschen Studentinnen skurril. Neun Wochen lang sind die beiden durch Mexiko und Kolumbien gereist – kein Urlaubstrip, sondern ein Forschungsaufenthalt. Sandra, 24, und Lisa, 25, haben für ihre Masterarbeit Interviews mit Vertretern von Menschenrechtsorganisationen geführt. Den Rest des Beitrags lesen »

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