Fernlokal

Online-Magazin für kulturelle Korrespondenzen und Kontraste

Märchen für die Armen

Moritz arbeitet mit armen Kindern in Sao Paulo. Die persönlichen Schicksale gehen ihm nahe. Das heißt nicht, dass ein Jahr Brasilien nicht auch Spaß macht.

Moritz Lenz trägt lässige Turnschuhe und Jeans. Er erzählt von der Schule, von seiner Familie und was er vielleicht mal studieren möchte. Und dann sagt er so etwas wie: „Die Vergewaltigungsgeschichten halten die Kinder für normal“. Die Kinder, von denen Moritz Lenz spricht, kommen aus armen Familien in Brasilien. Er kennt sie, weil der zwanzigjährige Remscheider seit einem Jahr in São Paulo lebt, um hier im Rahmen des Weltwärts-Programms seinen Zivildienst zu machen.

Zehn Millionen Menschen arbeiten und leben in São Paulo. Wer in diese überdimensionale Metropole im Südosten Brasiliens kommt, hat meist ein Ziel: Geld verdienen. São Paulo ist eine Arbeitsstadt. Wer keine Arbeit hat, sucht sie; wer sie nicht findet, ist in dieser Betonwüste ziemlich arm dran. Und arm ist ein Großteil der Stadtbevölkerung. Darunter viele Familien mit Kindern.

Einmal die Woche organisiert Moritz Lenz deshalb in einer Schule eine „Märchenstunde“, um den Kindern dort den Raum für Fantasien zu eröffnen, den sie in ihrem harten Alltagsleben nicht bekommen.

Weiter auf respect.de

(jja)

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Einsortiert unter:Brasilien, Deutsche Spuren im Ausland, Gesellschaft, Kultur, Lateinamerika, , , ,

One Response

  1. […] Christoph Schlee/ND: „Renda basica« statt »bolsa familia«?“ […]

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