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Expo 2010: Deutscher Pavillon in Shanghai

Milliardenschwere Spielwiese für Architekten, gigantische Ideen- und Selbstdarstellungsschau: Die Expo 2010 in Shanghai ist eröffnet. Auch Deutschland ist mit einem Pavillon auf einer Fläche von 6.000 Quadratmetern vertreten – mit LED-Leuchtkugel, einem Lauf durch die deutsche (Ideen-)Welt, Projekten und Produkten „Made in Germany“.

Am 01. Mai hat die Expo in Shanghai eröffnet, die noch bis Ende Oktober in China stattfinden wird. Die Weltausstellung 2010 ist mit drei Milliarden Euro Kosten die teuerste, mit voraussichtlich 70 bis 100 Millionen Besuchern die populärste und mit einer Fläche von 5,28 Quadratkilometern auch die bisher größte Expo. Den Visionen zum diesjährigen Leitmotiv „Better City, Better Life“ mussten einige alte Wohnanlagen auf dem Expo-Gelände weichen – etwa 18.000 ehemalige Bewohner wurden umgesiedelt und haben danach über teils zu geringe Entschädigungen geklagt.

Vielfalt statt gemeinsame Ausstellungsfläche

Bei der ersten Weltausstellung 1851 im Londoner Hyde Park präsentierten sich noch alle teilnehmenden Länder unter einem Dach: Im von Joseph Paxton entworfenen „Crystal Palace“, einem viktorianischen Gebäude aus Eisen und Glas, das später durch einen Brand zerstört wurde. Mittlerweile inszenieren sich die Länder – 227 in diesem Jahr – jeweils in eigenen futuristischen Repräsentanzen. Deutschland ist mit dem „Balancity“-Pavillon vertreten.

"Balancity" - Deutsche Repräsentanz auf der Expo 2010

"Balancity" - Deutsche Repräsentanz auf der Expo 2010

Die Besucher bewegen sich durch die perlenkettenartig aufgebauten Räume wie durch eine Promenade:

„Der Besucher von balancity begibt sich auf eine Reise durch eine Stadt der Ideen. Er bewegt sich wie in einer realen Stadt – zu Fuß, auf Rollbändern oder über Rolltreppen – durch unterschiedlich inszenierte Stadträume, die Themen präsentieren: Angefangen beim Hafen geht es durch einen Garten und Park, über ein Stadtplanungsbüro und eine Fabrik, vorbei am Depot, dem Atelier und dem Stadtplatz bis in die Energiezentrale, das Kraftwerk der Stadt.“

Der Höhepunkt ist die interaktive Kugel, die inmitten der sogenannten Energiezentrale schwingt. Sie wiegt 1,2 Tonnen, hat einen Durchmesser von drei Metern und ist mit 400.000 Leuchtdioden bestückt, die Bilder und Formen erzeugen – Impressionen aus Deutschland und deutsche Visionen zum Motto „Better city, better life“. Je lauter die Zuschauer in den Rängen außen herum rufen, desto stärker schwingt die Kugel und desto intensiver gibt sie die Bilder wieder.

Das Happening soll darstellen, wie eine konzertierte Aktion zu einem besseren Ergebnis kommt. Bei der Konstruktion des 50 Millionen teuren Pavillons stellte die unterschiedliche Herangehensweise der deutschen und der chinesischen Teammitglieder vor eine Herausforderung: So erzählt das deutsche Ausstellungsteam in einem Spiegel-Bericht davon, dass die chinesischen Arbeiter immer wieder bereits fertige Räume beim Transport von Trennwänden oder ähnlichem zerstört hätten oder eine unsaubere Arbeit zur notwendigen Wiederholung von Arbeitsschritten geführt habe. Sie hätten dabei gelernt, dass der deutsche Anspruch alles in der richtigen Reihenfolge zu erledigen, nicht zwingend sei.

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2 Responses

  1. Josef Reuters sagt:

    Hi, ich war gerade auf der Expo 2010 und habe festgestellt, dass die Veranstalter wirklich wirksam das Rauchen auf dem Messegelände unterbunden haben. Für die Tour nach der Messe kann ich die Tips von http://abc4trip.eu/shanghai-china/ wiklich nur empfehlen. Besonders der Trip nach Shuzou und Tongli Town waren einfach klasse. Grüße, Josef

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