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Wir sind Regisseure – Filmemachen kann doch jeder

Kevin MacDonald hat jeden dazu aufgerufen, einen Ausschitt aus seinem Leben zu filmen und diesen auf YouTube hochzuladen. Sein Ziel: Ein Dokumentar-Film mit dem Titel „Das Leben an einem Tag“, an dem möglichst unterschiedliche Menschen aus jedem Teil der Erde teilgenommen haben. Dieses „historisch globale Experiment“ möchte MacDonald auf dem Sundance Festival 2011 zeigen.

Die Idee ist so einfach, dass es verwundert, dass nicht schon mehr Personen darauf gekommen sind: Mache einen Aufruf über eine der zahlreichen Social Media Plattformen und bitte die User darum, einen kurzen Film über sich zu zeigen. [Denn genau das passiert ja täglich.] Sage ihnen, wenn sie das tun, werden sie Teil eines einmaligen weltweiten Ereignisses, werden vielleicht sogar Kinomacher – und sollte ihr Filmchen ein paar Sekunden gezeigt werden – erscheinen sie als als Beteiligte, vielleicht sogar als Co-Regisseure im Abspann.

YouTube-Seite von "Das Leben in einem Tag"

Am 24. Juli sollten diese Beiträge gedreht worden sein. Sie können noch bis zum 31. Juli auf YouTube hochgeladen werden. MacDonald werde diesen Film mit seinen Kollegen schneiden und in einen sinnvollen Zusammenhang setzen. Zwar möchte MacDonald keine Vorgaben machen, aber scheinbar spontan gibt er den Hobbyfilmern drei Hinweise mit auf den Weg, die beim Drehen beachtet werden sollten: „Wovor fürchtest du dich? Was liebst du? Was bringt dich zum Lachen?“ So einfach wird also ein Film gemacht. Angst, Liebe und Humor sind die Zutaten für ein emotionales Kinoerlebnis, deren Inhalte der Macher fast ohne Aufwand serviert bekommt.

MacDonald nennt seinen Aufruf ein „historisches globales Experiment“, bei dem zum ersten Mal YouTube-Nutzer aus aller Welt an einer Filmproduktion teilhaben können. Dabei ist das kollaboratives Filmemachen nicht neu. Ein solcher kollaborativer Film wird mit Unterstützung vieler sich unbekannter Beteiligter, auch Filmlaien, produziert. Wie das geht, erklärt Mario Sixtus.

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