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Hebräisches Mysterium: Trial and Error

Faszinierende, fremde Zeichenwelt: Hebräisch ist eine Herausforderung. Die Entschlüsselung stellt sich in Israel noch komplizierter dar als in Russland.

Wer des hebräischen Alphabets nicht mächtig ist, fühlt sich in Israel ins Staunen zurückversetzt. Die ungewohnten Codierungen überziehen die Stadt wie ein mysteriöses Relief. Bei der Reise nach Israel stellt sich ein anderes Gefühl der Fremdheit ein als in Argentinien, Frankreich oder Dänemark – ähnlich wie in Russland mit den kyrillischen Buchstaben.

Zwar gehören die unbekannten Zeichen schnell zum Alltagsdekor, doch wer das Schriftbild entschlüsseln möchte, wird vor eine spezielle Herausforderung gestellt: Vokale werden im Hebräischen nicht oder nur sehr selten geschrieben, die 22 Buchstaben des Alpahabets sind damit eine Art Lückentext.

Zum Glück können sich die meistens Israelis fließend auf Englisch verständigen, vielen fallen dazu noch einige Brocken Deutsch ein, die oft auf Großeltern zurückzuführen sind (zum Beispiel auf dem Basar der Altstadt von Jerusalem: „Hallöchen. Du tanzt sehr gut“). Oft sind Ortsbezeichnungen und Infoschilder auch in arabischen Buchstaben angeschrieben.

Tückisch sind allerdings Geldautomaten, denen die englische Sprachvariante fehlt. Durch ähnliches Tastendrücken wie bei deutschen Automaten und die Nutzung der Farbcodierung der Tasten (Geld, Rot, Grün) kommt man zwar ans Ziel – allerdings spuckt der Automat plötzlich 500 Dollar statt 500 Shekel aus. Durch den Unterschied von etwa 400 Euro räumt man so rasant sein Konto leer.

Bei den Drusen soll die Schriftsprache noch komplizierter sein – bei der Religionsgemeinschaft, deren Angehörige in Israel vor allem im Golan und bei Haifa leben, verändert sich der Sinn je nach Farbe der Schrift.

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Einsortiert unter:Deutsche Spuren im Ausland, Deutschland, Europa, Gesellschaft, Impressionen, Israel, Nahost, Russland, , , , , ,

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