Fernlokal

Online-Magazin für kulturelle Korrespondenzen und Kontraste

Medienkritik: Nachrichtenliebling China

Verkürzte Nachrichtentexte stärken Chinas Medienpräsenz und erleichtern dem undemokratischen Land erhöhte Aufmerksamkeit.

Eigentlich können sich die Berliner mit RadioEins über ein relativ ausgewogenes Radioprogramm freuen. Kultur, Politik, Lokales und auch zur Hälfte gute, also abseits vom Mainstream, Musik. Nachrichten allerdings können sich die Hörer sparen: kaum länger als der alle 25 Minuten gesendete nervtötend laute Werbeblock berichtet RadioEins das, was BILD, Spiegel und Co. in den Schlagzeilen schon vorher verlautbaren. „Laut Spiegel Online…; einer Studie, die dem Nachrichtenmagazin Spiegel vorliegt…“, ein oft gehörter Satz.

Mal sind es Themen, die nicht nachrecherchiert werden, manchmal kommen die Nachrichten ohne Bedacht. So wie heute: „China hat den Empfang des Dalai Lama von US-Präsident Obama scharf kritisiert…“ Wer eine solche Nachricht sendet, unterstützt die repressive Macht im Osten. Den Rest des Beitrags lesen »

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Baumwollengpass: Preisrally im Kleiderschrank

Die Lager sind leer, die Nachfrage steigt: Die weltweite Baumwoll-Knappheit schlägt auch auf die deutsche Modebranche durch. Jeans könnten bald teurer werden.

Vielleicht eine neue Levi’s-Jeans, vielleicht darf es auch ein T-Shirt sein: Wer sich auf die nächste Modesaison freut, hat selten den globalen Rohstoffmarkt im Blick. Doch die Entwicklungen bei Agrarrohstoffen betreffen den eigenen Kleiderschrank – denn Stücke aus Baumwolle könnten bald teurer werden.  

100 Prozent Baumwolle wird bald teuer (Foto: Dayna Bateman/Flickr)

100 Prozent Baumwolle wird bald teuer (Foto: Dayna Bateman/Flickr)

Die wichtige Naturfaser ist auf dem Weltmarkt äußerst knapp. Die Preise schießen in die Höhe und haben sich in den vergangenen zwölf Monaten verdoppelt. Händler zahlten kürzlich an den Terminbörsen fast 97 Cent pro Pfund, um sich Lieferungen im Dezember zu sichern – und damit so viel wie seit 15 Jahren nicht mehr. Länder wie China und Indien verschärfen den Engpass, indem sie Baumwolle bunkern. Den Rest des Beitrags lesen »

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Negativpreisverleihung Public Eye Awards 2011: Greenwashing statt sozialer Verantwortung

Bei den Public Eye Awards 2011 verleihen die NGO Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace Schweiz Preise für unternehmerische Verantwortungslosigkeit. Aussichtsreiche Kandidaten auf einen Negativ-Preis sind unter anderem Shell, Vattenfall, Roche und Coca Cola.  

Unternehmen haben erkannt, dass eine nachhaltige Ausrichtung image- und umsatzfördernd ist – doch oft ist nur der Anstrich grün. Die gemeinnützige Organisation Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace Schweiz verleihen den Negativpreis Public Eye Award 2011 an Unternehmen, die Greenwashing betreiben und bei ihrer Geschäftstätigkeit gegen ökologische und soziale Kriterien verstoßen.

Vorschläge gut dokumentierter unternehmerischer Missetaten können noch bis zum 20. September 2010 eingereicht werden. Die Preisträger in den Kategorien „Global“, „Swiss“, der Publikumspreis „People’s Award“ und der „Greenwash Award“ werden im Januar 2011, parallel zum Eröffnungstag des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos, ausgezeichnet und sollen Unternehmensskandale in die Öffentlichkeit bringen.

Krebsrisiko in Südafrika, Völkermord in Darfur

Nominiert wurden 2010 beispielsweise der grösste Stahlproduzent der Welt, Arcelor Mittal, der den südafrikanischen halbstaatlichen Stahlproduzenten Iscorin aufgekauft hat, dort sehr intransparent agiert, gegen Umweltschutzauflagen verstößt, Chemiemüll illegal entsorgt und sich weigert die Verantwortung für die Umweltverschmutzung rund um die Fabrik zu übernehmen. Wie Greenpeace berichtet würden dort deformierte Tiere geboren, Konserven und Fensterrahmen würden auffällig schnell durchrosten und die Gemeinde in der Nähe der Fabrik weise eine überdurschnittliche Krebsrate auf. Unternehmen wie die China National Petroleum Corporation (CNPC) oder die drittgrößte Investmentgesellschaft Fidelity investieren währenddessen in den Sudan oder in Darfur und  Den Rest des Beitrags lesen »

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Instant Origami: Speed-Dating mit Hai und Kranich

Nur ein paar Sekunden dauert die moderne Variante von Origami, der Kunst des Papierfaltens: Beim Instant Origami kommt es nicht auf Genauigkeit, sondern auf Schnelligkeit und Phantasie an.

Es könnte Fisch oder Vogel sein: Die Ergebnisse von Instant Origami sind nicht immer sofort zu identifizieren. Bei der schnellen Variante der fernöstlichen Papierfalterei entstehen die Objekte in Sekunden, wirken aber auch oft kaum eindrucksvoller als ein zerknüllter Notizzettel. Wie beim traditionellen Origami gilt die Regel: Verzicht auf Kleber.

Klassische Origamis sind oft komplex und können den Bastler mehrere Stunden kosten. Die fernöstliche Kunst, die zuerst in China und Japan aufkam, wurde anfangs wegen der hohen Kosten von Papier meist nur bei Zeremonien eingesetzt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Hans-Bier: Deutsches Bier in China

Weder Goethe noch Schiller: Deutsche Kultur wird vielerorts (leider) mit deutscher Trinkkultur und Oktoberfest gleichgesetzt. Auch in China boomt die Bier-Industrie. Die größte Brauerei Tsingtao geht auf eine deutsche Gründung – damals noch „Germania“ – im Jahr 1903 zurück. Auch der Brauerei-Experte Hans-Heinz Stecker aus dem Ruhrpott hat die chinesische Bierszene maßgeblich mitgestaltet.

Chinesische Biertrinker kennen Hans: Der Vorname von Hans-Heinz Stecker diente als Namensgeber für verschiedene Biersorten, selbst sein Konterfei schmückt die eine oder andere Flasche. Der Brauerei-Experte heuerte kurz vor seinem Ruhestand in China an und verliess seine Heimat Unna im östlichen Ruhrgebiet im Jahr 1987.

Tsingtao Beer in China (Foto: Birgit)

Bei verschiedenen längeren Aufenthalten in China beriet Hans-Heinz Stecker 30 Brauereien in Produktions- und Vertriebsfragen und kreiierte deutsches Bier. Den klassischen deutschen Geschmack wollte die chinesische Bevölkerung allerdings nicht teilen: Weniger Hopfen, weniger herb und aus Kostengründen aus Reise statt Gerste. Den Rest des Beitrags lesen »

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