Fernlokal

Online-Magazin für kulturelle Korrespondenzen und Kontraste

Rote Karte für Machos

Sie gründen Start-Ups, hacken, programmieren: Doch Frauen sind in der digitalen Szene noch zu unsichtbar.

Hacker – das ist in der Vorstellung vieler immer noch ein Mann, der eine symbiotische Beziehung mit seinem Computer hat. Tatsächlich aber gibt es zahlreiche Hackerinnen, in Deutschland auch „Haecksen“ genannt – auch wenn sie eine Minderheit sind und seltener lautstark in die Öffentlichkeit treten.

Frauen während einer Podiumsdiskussion bei der Campus Party Europe
Dumme Sprüche und sexistisches Verhalten seien bei der DEFCON, dem größten Hackertreffen in den USA, häufig, sagt Keren Elazari, eine 30-jährige Hackerin aus Tel Aviv. Den Rest des Beitrags lesen »

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Frauen im Netz: Die Eroberung der Blogosphäre

Neue Netzwerke: Bloggende Mädchen und Frauen waren lange wenig sichtbar – doch das ändert sich.

Unter den mehreren Hunderttausend Weblogs-Schreiberlingen gibt es natürlich viele Frauen, die teils auch schon seit Jahren bloggen – doch in der Öffentlichkeit waren weibliche Stimmen aus der Netzwelt lange kaum präsent.

Wenn es um den Zustand der Blogosphäre ging, wurde in der Vergangenheit immer auf ein Dutzend männlicher Autoren verwiesen, auf die so genannten „A-„ oder auch „Alpha-Blogger“, die bei Online-Diskussionen, in Medienberichten oder bei Rankings wie den Deutschen Blogcharts im Vordergrund standen.

Mädchenmannschaft im Netz

Mädchenmannschaft im Netz

Ein Erklärungsansatz ist, dass den Bloggerinnen die Währung der Blogosphäre, die möglichst häufige Verlinkung und damit auch mehr Aufmerksamkeit, vielleicht gar nicht so wichtig sei. Den Rest des Beitrags lesen »

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Frauen in Indien: Unerwünscht

Indien gilt als größte Demokratie und aufstrebender wirtschaftlicher und politischer Global Player. Doch die Situation vieler Frauen ist katastrophal.

Der Einblick in das Leben indischer Frauen ist erschütternd: In der zwölfminütigen Multimedia-Slideshow „Undesired“ zeigt der argentinische Photo-Journalist Walter Astrada, wie die Geburt eines Sohnes in vielen Fällen als einzige Daseinsberechtigung angesehen wird, Frauen als Belastung gelten und in jeder Lebensphase diskriminiert werden.

Wurden weibliche Babys in Indien früher oft direkt nach der Geburt erstickt, ertränkt, verbrannt oder vergiftet, addieren moderne Möglichkeiten wie Ultraschall nun eine Praxis hinzu, wie man sich der Tochter noch früher entledigen kann: Etwa 7.000 Mädchen werden den UN zufolge täglich abgetrieben. Geschlechtsabhängige Abtreibungen sind zwar inzwischen illegal, doch viele Ärzte beugen sich dem Wunsch der Eltern dennoch – und kassieren das Geld. Den Rest des Beitrags lesen »

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Discover Football, zweite Runde

2011 treffen sich auf Berliner Rasen erneut Frauenmannschaften aus aller Welt, die nicht nur gut kicken, sondern entweder sozial engagiert und/oder sozial benachteiligt sind.

Durch den Dokumentarfilm „Football Under Cover“ wurde die Multikulti-Frauenmannschaft des türkischen Vereins AL-Dersimspor in Kreuzberg über Berlin hinaus bekannt: Die Fußballerinnen hatten 2006 ein Spiel gegen die iranische Frauennationalmannschaft arrangiert – das erste gegen ein ausländisches Team seit 1979. Valerie Assmann,  Rechts-Außen-Spielerin bei Dersimspor, berichtete auf Fernlokal von diesem utopischen Moment.

Valerie Assmann: "Es zählt nicht nur der Fußball" (Foto: Fernlokal)

Valerie Assmann: "Es zählt nicht nur der Fußball" (Foto: Fernlokal)

Im vergangenen Jahr haben die Fußballerinnen dann erstmals ein internationales Match auf deutschem Rasen initiiert und mehrere Frauenmannschaften  zum Frauen-Fußball-Festival „Discover Football“ nach Berlin geladen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Georgien: Klassenzimmer als Genderlabor

Genderbelange in Georgien – kein Problem? Khatuna Samnidze wollte mit einem Essay-Wettbewerb die Stimmen der jungen Generation sichten. Doch das Ergebnis fiel enttäuschend aus.

Die Visionen und Gedanken der jungen Generation wollte Khatuna Samnidze mit einem Essay-Wettbewerb zu Gender einfangen. „Eine Art indirekter Reasearch sollte das sein“, sagt die Projektkoordinatorin der Heinrich-Böll-Stiftung Tiflis. „Wir wollten wissen, welche Beziehungen Studenten und Studentinnen zu Gender haben, um darüber nachzudenken, welche Folgeprojekte sinnvoll sind.“

An fünfzehn privaten und staatlichen Universitäten in Tiflis hatten sie den Wettbewerb ausgeschrieben, sowie im Internet. Das Ergebnis fand Samnidze enttäuschend, nur 50 BewerberInnen hatten Texte eingesandt. Auch inhaltlich zeigte sich Aufklärungsbedarf. „Das Bewusstsein für Gender ist selbst an Universitäten sehr gering“, sagt sie. In ländlichen Regionen dürften die Wissenslücken dann noch dramatischer sein. Eine Geschlechtersensibilität existiere in Georgien vor allem auf dem Papier, sobald man unter die Oberfläche gehe, sehe es problematisch aus. Eine Studie hätte etwa ergeben, dass die Mehrheit der Frauen häusliche Gewalt als ihr persönliches Problem sehen, viele glauben auch, wenn eine Frau von ihrem Mann geschlagen werde, habe sie es verdient. Den Rest des Beitrags lesen »

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Youtube-Filme: Trafficking in Bombay, Missbrauch in der US-Army

Youtube-Filme: Viel Trash, aber auch sehenswerte Dokumentationen. Zum Beispiel eine Doku über Frauen und Mädchen, die in Bombay zur Prostitution gezwungen werden und ein Film über sexuellen Missbrauch in der US-Army.

Kung Fu, Spice Girls oder Bollywood: Das Angebot ist noch überschaubar, doch das wird sich ändern – Youtube bietet jetzt ganze Filme (statt der bisherigen zerstückelten Einzelteile). Hier zwei Dokumentationen, die sehenswert sind und den drastischen Missbrauch von Frauen thematisieren.

2500 Frauen und Mädchen verschwinden täglich weltweit – und viele werden in die Prostitution gezwungen. In The Day my God died erzählen Opfer von Trafficking, wie sie entführt wurden und was sie als Sexsklavinnen in Bombay ertragen mussten. Viele von ihnen wurden mit Vergewaltigungen, Gewalt, brennenden Zigaretten oder Säure gefügig gemacht und waren teils erst sechs oder sieben Jahre alt, als sie sich prostituieren mussten. Denn junge Mädchen sind besonders gefragt – in dem absurden Irrglauben, dass Sex mit Jungfrauen (Geschlechts-)Krankheiten heilt und die Potenz steigert.

Sex in the Army zeigt, wie sexuelle Belästigung, Missbrauch und Vergewaltigung fast zum Alltag von US-Soldatinnen gehört Den Rest des Beitrags lesen »

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Fernlokal WM 2010-Spezial: „Es zählt nicht nur der Fußball“. Interview mit Valerie Assmann über „Discover Football“

Bei „Discover Football“ treffen in Berlin Frauenfußballteams aus aller Welt aufeinander. Warum es dabei nicht nur um Sport geht, erzählt Initiatorin Valerie Assmann in einem Interview auf Freitag.de

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Thematisches

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