Fernlokal

Online-Magazin für kulturelle Korrespondenzen und Kontraste

Rote Karte für Machos

Sie gründen Start-Ups, hacken, programmieren: Doch Frauen sind in der digitalen Szene noch zu unsichtbar.

Hacker – das ist in der Vorstellung vieler immer noch ein Mann, der eine symbiotische Beziehung mit seinem Computer hat. Tatsächlich aber gibt es zahlreiche Hackerinnen, in Deutschland auch „Haecksen“ genannt – auch wenn sie eine Minderheit sind und seltener lautstark in die Öffentlichkeit treten.

Frauen während einer Podiumsdiskussion bei der Campus Party Europe
Dumme Sprüche und sexistisches Verhalten seien bei der DEFCON, dem größten Hackertreffen in den USA, häufig, sagt Keren Elazari, eine 30-jährige Hackerin aus Tel Aviv. Den Rest des Beitrags lesen »

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Auf dem Skateboard durch Kabul

Ein bisschen Kindheit in einer zerstörten Stadt: Faranaz Akram, 13, skatet bei der ersten Skateboardschule in Afghanistan.

Nicht einmal ein afghanisches Wort gab es für die rollenden Bretter, mit denen Oliver Percovich und seine Freunde 2007 erstmals durch die afghanische Hauptstadt Kabul flitzten.

Neugierige Kinder folgten dem ungewöhnlichen Trupp, die Skater brachten den Kindern dann das Fahren bei, der Unterricht fand lange in einem leeren Brunnenbecken statt. 2009 gründete der Australier Percovich dann offiziell die gemeinnützige Organisation Skateistan – die erste Skateboardschule in Afghanistan.

Mehr als 330 junge Skater gibt es inzwischen in Kabul, auch viele Mädchen stehen auf den Brettern – was für Afghanistan ziemlich ungewöhnlich ist. Faranaz Akram aus Maimana im Norden Afghanistans ist eine der Skateboarderinnen in dem von Krieg, Krisen und Selbstmordattentaten geschüttelten Afghanistan. Den Rest des Beitrags lesen »

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Frauen im Netz: Die Eroberung der Blogosphäre

Neue Netzwerke: Bloggende Mädchen und Frauen waren lange wenig sichtbar – doch das ändert sich.

Unter den mehreren Hunderttausend Weblogs-Schreiberlingen gibt es natürlich viele Frauen, die teils auch schon seit Jahren bloggen – doch in der Öffentlichkeit waren weibliche Stimmen aus der Netzwelt lange kaum präsent.

Wenn es um den Zustand der Blogosphäre ging, wurde in der Vergangenheit immer auf ein Dutzend männlicher Autoren verwiesen, auf die so genannten „A-„ oder auch „Alpha-Blogger“, die bei Online-Diskussionen, in Medienberichten oder bei Rankings wie den Deutschen Blogcharts im Vordergrund standen.

Mädchenmannschaft im Netz

Mädchenmannschaft im Netz

Ein Erklärungsansatz ist, dass den Bloggerinnen die Währung der Blogosphäre, die möglichst häufige Verlinkung und damit auch mehr Aufmerksamkeit, vielleicht gar nicht so wichtig sei. Den Rest des Beitrags lesen »

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Gleichgeschlechtliche „Dancing Stars“

Zwei Männer bei der österreichischen Tanz-Show „Dancing Stars“ – welch Skandal. Israel hat die Aufregung längst hinter sich.

Der homosexuelle Moderator, Entertainer und Schauspieler Alfons Haider (trotz Ähnlichkeiten nicht mit dem ehemaligen Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider verwandt) hat in Österreich einen mittelschweren Skandal ausgelöst, da er bei der nächsten Staffel der ORF-Show „Dancing Stars“ mit einem Mann tanzen will.

Ex-Formel-1-Weltmeister Niki Lauda meinte nun, sich dazu äußern zu müssen und berichtete Boulevardzeitungen sinngemäß, dass er zwar grundsätzlich tolerant sei und ihm selbst ein schwuler Sohn nichts ausmachen würde, man aber Kinder davor schützen müsse, tanzende Männer zu betrachten. In Deutschland sei so etwas weder bei ARD und ZDF noch bei RTL möglich (wieso eigentlich nicht?). Den Rest des Beitrags lesen »

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Frauen in Indien: Unerwünscht

Indien gilt als größte Demokratie und aufstrebender wirtschaftlicher und politischer Global Player. Doch die Situation vieler Frauen ist katastrophal.

Der Einblick in das Leben indischer Frauen ist erschütternd: In der zwölfminütigen Multimedia-Slideshow „Undesired“ zeigt der argentinische Photo-Journalist Walter Astrada, wie die Geburt eines Sohnes in vielen Fällen als einzige Daseinsberechtigung angesehen wird, Frauen als Belastung gelten und in jeder Lebensphase diskriminiert werden.

Wurden weibliche Babys in Indien früher oft direkt nach der Geburt erstickt, ertränkt, verbrannt oder vergiftet, addieren moderne Möglichkeiten wie Ultraschall nun eine Praxis hinzu, wie man sich der Tochter noch früher entledigen kann: Etwa 7.000 Mädchen werden den UN zufolge täglich abgetrieben. Geschlechtsabhängige Abtreibungen sind zwar inzwischen illegal, doch viele Ärzte beugen sich dem Wunsch der Eltern dennoch – und kassieren das Geld. Den Rest des Beitrags lesen »

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Discover Football, zweite Runde

2011 treffen sich auf Berliner Rasen erneut Frauenmannschaften aus aller Welt, die nicht nur gut kicken, sondern entweder sozial engagiert und/oder sozial benachteiligt sind.

Durch den Dokumentarfilm „Football Under Cover“ wurde die Multikulti-Frauenmannschaft des türkischen Vereins AL-Dersimspor in Kreuzberg über Berlin hinaus bekannt: Die Fußballerinnen hatten 2006 ein Spiel gegen die iranische Frauennationalmannschaft arrangiert – das erste gegen ein ausländisches Team seit 1979. Valerie Assmann,  Rechts-Außen-Spielerin bei Dersimspor, berichtete auf Fernlokal von diesem utopischen Moment.

Valerie Assmann: "Es zählt nicht nur der Fußball" (Foto: Fernlokal)

Valerie Assmann: "Es zählt nicht nur der Fußball" (Foto: Fernlokal)

Im vergangenen Jahr haben die Fußballerinnen dann erstmals ein internationales Match auf deutschem Rasen initiiert und mehrere Frauenmannschaften  zum Frauen-Fußball-Festival „Discover Football“ nach Berlin geladen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Tel Aviv: Die israelische Insel

Tel Aviv, die pulsierende Stadt am Mittelmeer, ist ein spannendes Reiseziel – und für die Israelis ein Fluchtort vor den Spannungen des Nahostkonflikts.

In Tel Aviv lässt sich der Nahostkonflikt leicht verdrängen: Am Strand zupfen ein paar Jugendliche an Gitarren, alte Männer schießen beim Matkot-Spiel mit Holzschlägern Bälle hin und her, an der Promenade flanieren Menschen wie aus Modemagazinen und die vielen kleinen Cafés und Bars sind gut besucht.

Tel Aviv hat mehr mit Strandstädten wie Rio de Janeiro oder Los Angeles gemeinsam als mit dem historisch aufgeladenen Jerusalem, das von der Präsenz der Religionen und der konfliktreichen heiligen Stätten geprägt ist. Und so dreht sich in der mit fast 400.000 Einwohnern zweitgrößten israelischen Stadt Tel Aviv der Alltag meist um Profaneres als Politik – zum Beispiel um Mode, Partys, Kunst und Kultur. Den Rest des Beitrags lesen »

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Marion Rolle über Klimawandel: „Frauen sind stärker verwundbar“

Marion Rolle, Koordinatorin des Netzwerks „GenderCC – Women for Climate Justice“ über Gender und Klimapolitik.

Frau Rolle, wieso sollte Klimawandel auch aus einer weiblichen Perspektive betrachtet werden?

Der Klimawandel betrifft vor allem ohnehin arme Menschen, die nicht über die nötige Infrastruktur und hinreichende Ressourcen zur Anpassung verfügen – und 70 Prozent der Armen weltweit sind weiblich. Frauen haben oft einen schlechteren Zugang zu Einkommen und zu Ressourcen wie Land, Macht, aber auch Mitbestimmungsmöglichkeiten.

Durch gesellschaftlich konstruierte Rollen sind sie für klimasensible Bereiche wie Ernährungssicherung, Wasser- und Energieversorgung verantwortlich. Grenzen wie geringe politische Mitbestimmungsoptionen, mangelnder Zugang zu Informationen oder fehlende Bildung führen dazu, dass Frauen stärker verwundbar sind, aber eingeschränkte Handlungsmöglichkeiten haben.

Unter welchen Folgen des Klimawandels leiden Frauen besonders?

Da Frauen besonders häufig von Armut betroffen sind, trifft sie jede Folge besonders, die mit einer Erhöhung von Kosten verbunden ist, wie höhere Nahrungsmittelpreise durch Ernteausfälle. Auch Frauen in Deutschland wie etwa alleinerziehende Mütter spüren das unmittelbar, da auch ihre finanziellen Ressourcen begrenzt sind. Geld ist nicht das einzige Problem. Den Rest des Beitrags lesen »

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Georgien: Klassenzimmer als Genderlabor

Genderbelange in Georgien – kein Problem? Khatuna Samnidze wollte mit einem Essay-Wettbewerb die Stimmen der jungen Generation sichten. Doch das Ergebnis fiel enttäuschend aus.

Die Visionen und Gedanken der jungen Generation wollte Khatuna Samnidze mit einem Essay-Wettbewerb zu Gender einfangen. „Eine Art indirekter Reasearch sollte das sein“, sagt die Projektkoordinatorin der Heinrich-Böll-Stiftung Tiflis. „Wir wollten wissen, welche Beziehungen Studenten und Studentinnen zu Gender haben, um darüber nachzudenken, welche Folgeprojekte sinnvoll sind.“

An fünfzehn privaten und staatlichen Universitäten in Tiflis hatten sie den Wettbewerb ausgeschrieben, sowie im Internet. Das Ergebnis fand Samnidze enttäuschend, nur 50 BewerberInnen hatten Texte eingesandt. Auch inhaltlich zeigte sich Aufklärungsbedarf. „Das Bewusstsein für Gender ist selbst an Universitäten sehr gering“, sagt sie. In ländlichen Regionen dürften die Wissenslücken dann noch dramatischer sein. Eine Geschlechtersensibilität existiere in Georgien vor allem auf dem Papier, sobald man unter die Oberfläche gehe, sehe es problematisch aus. Eine Studie hätte etwa ergeben, dass die Mehrheit der Frauen häusliche Gewalt als ihr persönliches Problem sehen, viele glauben auch, wenn eine Frau von ihrem Mann geschlagen werde, habe sie es verdient. Den Rest des Beitrags lesen »

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Thematisches

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