Fernlokal

Online-Magazin für kulturelle Korrespondenzen und Kontraste

Allgemeine Zeitung aus Windhoek: Wegweiser durch Namibia

Die Webseite der Allgemeinen Zeitung aus Namibia wurde zu einer der besten Webadressen zum Thema Reisen gekürt.

Der m.w.-Verlag aus Frankfurt am Main hat die Website der Allgemeinen Zeitung (AZ), der einzigen deutschsprachigen Tageszeitung aus Namibia, zum 5. Mal in Folge als „eine der besten Webadressen aus dem Bereich Reisen“ ausgezeichnet. Der Verlag stellt jährlich 6000 hilfreiche Internet-Adresse aus dem deutschsprachigen Raum zum Thema Reisen zusammen, die nicht unbedingt durch Googeln zu finden sind.

AZ: Deutschsprachige Zeitung aus NamibiaSpringböcke und Grundeinkommen

Die Webseite der Tageszeitung aus Windhoek informiert Touristen in einer umfangreichen Rubrik über sehenswerte Orte, Touren durch Namibia, Springböcke, Sandboarding, Impfschutz, Handeln auf dem Markt in Windhoek oder Projekte wie Lebende Museen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Münchner Zwangspause für Minister aus Namibia

Missverständnis in München: Der namibische Minister Kazenambo Kazenambo wurde am Sonntag drei Stunden lang am Münchner Flughafen festgehalten – die Sicherheitsbeamten hielten ihn anscheinend für einen Betrüger.
Der namibische Minister für Jugend, Nationaldienst, Sport und Kultur ist am Sonntag auf dem Weg von Mexiko nach Namibia bei einem Zwischenstopp drei Stunden lang auf dem Münchner Flughafen festgehalten worden. Bei der Routine-Überprüfung des Diplomatenpasses von Kazenambo Kazenambo (SWAPO) fiel auf, dass der Pass dieselbe Seriennummer wie ein gefälschter Diplomatenpass aus Ghana aufwies. 

Zwischenstopp für Minister aus Namibia (Bild: Fernando Polo/Flickr)

Zwischenstopp für Minister aus Namibia (Bild: Fernando Polo/Flickr)

 

 Kein Ausweisdokument dabei
Als die Sicherheitsbeamten den Pass genauer prüfen mussten,  soll es laut dem Ständigen Vertreter der Deutschen Botschaft in Windhoek zu „einer erhitzten Diskussion“ zwischen Minister und Flughafenpersonal gekommen sein, die „offensichtlich eskaliert“ sei.

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Vorbild Namibia: Rauchverbot und Recycling

Namibia als afrikanischer Vorreiter für Umweltschutz: Ein neues Recycling-Pilotprojekt soll die Namibier an Mülltrennung gewöhnen. Außerdem wird die ehemalige deutsche Kolonie Schritt für Schritt in eine Anti-Raucher-Zone verwandelt.

Mülltrennung ist anscheinend ein sehr deutsches Phänomen. In Brasilien trifft man nur im Bundesstaat Santa Caterina auf die bunten Vierergruppen aus Mülleimern, die zum Recycling einladen. Santa Caterina wiederum wurde stark von deutschen Einwanderern geprägt und ist vor allem für seine Fachwerkhäuser und das Oktoberfest in Blumenau bekannt.

Mülltrennung im brasilianischen Blumenau (Foto: vjweedman)

Mülltrennung im brasilianischen Blumenau (Foto: vjweedman)

Mülltrennung in Windhoek

Nun hat auch Namibia als wohl erstes afrikanisches Land am Montag ein Recycling-Projekt gestartet. In den vier Stadtteilen Avis, Eros, Klein-Windhoek und Ludwigsdorf werden kostenlose Säcke zur vorbildlichen Mülltrennung verteilt und wöchentlich wieder abgeholt. In Zukunft Den Rest des Beitrags lesen »

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Kurzfilm über Namibia: “Africa light – Gray zone”

Namibia, die einstige deutsche Kolonie, glänzt in der Außenwahrnehmung meist als vergleichsweise demokratisches, friedliches und weit entwickeltes Naturparadies: “Africa Light”. Der deutsche Regisseur Tino Schwanemann hat seinen eigenen Erkenntnisprozess von der ersten Blendung zum genaueren Blick in einem Kurzfilm verarbeitet. Fernlokal hat mit ihm über die Produktion von “Africa light – Gray zone” gesprochen.

„Ich bin mit einer anderen Einstellung weg- als hingefahren“. Tino Schwanemann war kaum auf die Realität in Afrika, in Namibia, vorbereitet. Der Magdeburger Regisseur, der in Berlin lebt und arbeitet, hatte die Idee, einen Werbespot über Namibia zu konzipieren. 2007 beendete er sein Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg,dann reiste Schwanemann für den Dreh nach Namibia.

Namibia (Foto: Tino Schwanemann)

Namibia (Foto: Tino Schwanemann)

Über Internetforen hatte er vorher Informationen über das Land und die Drehbedingungen eingeholt. Die Erkenntnisse von deutschen Touristen, die Namibia bereits besucht hatten, halfen wenig weiter: „Viele kennen die Etoscha-Pfanne und einzelne Ortschaften, sie sind sonst aber sehr eingeschränkt und waren nie an Orten wie Katatura“, so Schwanemann.

Katatura: Armut statt Luxus-Safari

Katatura ist das Armenviertel der namibischen Hauptstadt Windhoek, über 100.000 schwarze Namibianer leben hier, täglich kommen neue Einwanderer vom Land hinzu. „Der größte Teil besteht aus Blechhütten, die am Berg hängen, es ist sehr verwinkelt und es riecht nach Fäkalien“. Eine andere Facette von Namibia, fernab der Hochglanzbroschüren. In Katatura hat Schwanemann viel gedreht – allerdings nicht für den geplanten Werbefilm. Den Spot hat er zwar während seines siebenwöchigen Aufenthalts in Namibia noch realisiert, aber sein Kurzfilm “Africa light – Gray zone” ist zum Hauptprojekt geworden „und wird dem Thema eher gerecht“.

“Africa light – Gray zone” zeigt in 13 Minuten die gleichzeitigen Realitäten in dem südafrikanischen Land: Faszinierende Safari-Bilder und eine von Touristen überfahrene Giraffe, afrikanische Moderne und Armut, Stammes-Traditionen als Inszenierungen für Touristen oder Kolmannskuppe, die im Sand versinkende Stadt der Diamantensucher. Der Film sei eine „subjektive Bestandsaufnahme von Namibia, die durch sämtliche Gefühle hindurchgeht, die Faszination zeigt, aber auch das, was an Kontrasten und Ungereimtheiten vorhanden ist“. Dabei wolle der junge Regisseur nicht Fragen beantworten, sondern Fragen aufwerfen: „Mit dem Film möchte ich dazu ermutigen, sich kein einseitiges Bild zu machen, sondern das Panorama wahrzunehmen“. Den Rest des Beitrags lesen »

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Betrugsserie in Namibia: Touristenfalle im Namen der DDR-Kinder

Seit Monaten erleichtert eine Betrügerbande deutsche Touristen in Namibia um Geld. Unter dem Vorwand, eine Ausstellung über die Ex-DDR-Kinder aus Namibia zu realisieren, bitten sie um Spenden. Wenn der kulturelle Appell nicht wirkt, werden sie aber auch frecher. Abgesehen von der kriminellen Energie: Gar nicht so schlecht, die Story.

Seit Mitte des letzten Jahres wiederholen sich in der Allgemeinen Zeitung (AZ), der deutschsprachigen Zeitung in Nambia, Warnungen vor einer Betrügerbande und Berichte über verschiedene Vorfälle. Auf der Independence Avenue, die sich durch das Zentrum Windhoeks zieht, sammeln einige junge Männer angebliche Spenden für eine Ausstellung über die Geschichte der DDR-Kinder von Namibia. Laut der AZ scheint der Trick zu funktionieren. Geschäftsmänner berichteten, dass Touristen der Truppe bereits öfter 10 bis 50 Euro gegeben hätten. Ein Augenzeuge habe sie auch schwerbepackt in einen Mercedes einsteigen sehen. Wer versuche, dazwischenzugehen, werde aggressiv angepöbelt und verbal bedroht.

DDR-Kinder aus Namibia

Die Geschichte der DDR-Kinder ist aber auch wirklich interessant. Angesichts anderer dreister Methoden wie Raub, Bedrohung, Taschendiebstahl ist die Masche direkt wieder kreativ. 430 namibianische Kinder wurden ab 1979 in die DDR geschickt. Damals kämpfte die namibianische Unabhängigkeitsbewegung SWAPO (South-West Africa People’s Organisation) – mittlerweile die Regierungspartei – gegen die südafrikanische Besatzung und das Apartheidregime. Die Kinder wurden aus Flüchtlingslagern in die DDR (Video) in Sicherheit gebracht und wuchsen dort auf.

Von der Wüste in den deutschen Osten und retour

Der Wechsel nach Deutschland war für die Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren ebenso abrupt wie die spätere Rückkehr nach Namibia. Anfang der 90er Jahre fiel zuerst die DDR zusammen, dann erreichte Namibia 1990 die Unabhängigkeit. Die in Deutschland sozialisierten jungen Ex-Namibianer und Namibianerinnen – denen das Einleben in Deutschland bereits unglaublich schwer gefallen sein muss – mussten überstürzt in ihr Herkunftsland zurückreisen. Hier wartete der nächste Kulturschock: In ihren Familien wurden sie als schwarz, aber sehr deutsch wahrgenommen, von den Deutschen und Deutschstämmigen in Namibia als ziemlich deutsch – aber eben sehr schwarz. Wie die DDR-Kinder dann selbst zwischen den kulturellen Polen oszillierten und der eine oder andere der eingedeutschten Namibianer sich neu verorten konnte (oder auch nicht), wäre eigentlich eine Ausstellung wert.

(sop)

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Namibia sucht Deutschlehrer

Deutschunterricht unter afrikanischer Wüstensonne? Namibia hat akuten Lehrermangel und sucht nach Nachwuchs. Aber welche Rolle spielt die deutsche Sprache in der ehemaligen Kolonie noch?

Die Arbeits- und Fördergemeinschaft der Deutschen Schulvereine in Namibia (AGDS) möchten laut der Allgemeinen Zeitung eine Werbekampagne für  Deutschlehrer starten. Schlechte Bezahlung und Probleme bei der Beschaffung einer Arbeitserlaubnis minimieren den potentiellen Lehrerkreis. Teilweise arbeiten die namibianischen Bildungseinrichtungen daher (wie überall) mit Praktikanten; auch die Deutschkurse des Windhoeker Goethe-Zentrum sind ausgebucht.

Foto: Rui Ornelas

Foto: Rui Ornelas

Von der Kolonialisten- zur Fremdsprache

Die deutsche Sprache ist in Namibia auch mit dem dunklen Kapitel der deutschen Kolonialherrschaft über damals  „Deutsch-Südwestafrika“ von 1884 bis 1915 verbunden. Bis zur Unabhängigkeit von Südafrika im Jahr 1990 war Deutsch neben Afrikaans und Englisch eine der Amtssprachen Namibias – bis Englisch zur einzigen Amtssprache gewählt wurde.

Etwa 20.000 Namibianer haben in dem afrikanischen Zwei-Millionen-Land Deutsch laut Auswärtigem Amt noch als Muttersprache, es ist Zweitsprache für viele der weißen sowie für einige schwarze Einwohner. Auch als Geschäftssprache – im Handwerksbereich, bei Dienstleistungen und im Tourismussektor – und im kulturellen Bereich ist Deutsch relevant. Die einzige deutschsprachige Tageszeitung, die „Allgemeine Zeitung“ und ein deutschsprachiges Hörfunkprogramm des staatlichen Rundfunks NBC informieren über In- und Ausland.

Deutschlernen in Namibia

Über 5.000 Schüler werden an etwa 33 Schulen in Deutsch als Fremdsprache unterrichtet, an der University of Namibia lernen etwa 100 Studenten Deutsch als Haupt- bzw. Nebenfach; ein Viertel studieren Germanistik. Weitere 200 besuchen jährlich Kurse des Goethe-Zentrums. Außerdem gibt es die Deutsche Höhere Privatschule (DHPS) in Windhuk mit über 1000 Schülern, fünf kleinere deutschsprachige Privatschulen und sechs staatliche Schulen für deutsche Muttersprachler.

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Ushahidi: Krisen aus der Makroperspektive

Von der Schweinegrippe bis zu Konflikten: Ushahidi – Swahili für „Zeugenaussage“ – ist ein Mapping-Tool, das Informationen, die per SMS, E-Mail oder Internet eingesandt werden, aggregiert und in Form einer Google-Map ausgibt.

Weder in Argentinien noch in Namibia sind bisher Fälle von Schweinegrippe aufgetreten, was hinsichtlich unserer Projektvorhaben (vorerst) beruhigend wirkt. Auf einer internationalen Übersichtskarte (auf der Karte unten sind die Verdachtsfälle lokalisiert) kann man sich durch verschiedene Filtermechanismen Verdachts- sowie Krankheits- und Todesfälle anzeigen lassen, die sowohl aus verifizierten, offiziellen Quellen als auch von Privatpersonen stammen.

Schweinegrippe

Crowdcourcing-Krisenplattform

Die Übersichtskarte ist eine Variante von Ushahidi, einer „Crowdsourcing Crisis Information“-Plattform: „Our goal is to create the simplest way of aggregating information from the public for use in crisis response.“ Ushahidi – Swahili für „Zeugenaussage“ – ist ein Mapping-Tool, das Informationen, die per SMS, E-Mail, Twitter oder Webseitenformular eingesandt werden, aggregiert und in Form einer Google-Map ausgibt. Ursprünglich wurde das Open-Source-Projekt nach der „Wiederwahl“ des amtierenden kenianischen Präsidenten Kibakis und dem blutigen Niederschlagen der auf die Wahlfälschungen folgenden Proteste und Ausschreitungen konzipiert: „Fifteen hundred were killed and half a million displaced while the news went black for three days“, so Forbes. Den Rest des Beitrags lesen »

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Thematisches

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