Fernlokal

Online-Magazin für kulturelle Korrespondenzen und Kontraste

Schüsse auf Sprayer

Riskante Kunst: In Kolumbien ist ein 16-jähriger Sprayer erschossen worden – und die Polizei versucht, den Fehler zu vertuschen.

Ein ganz normaler Streifzug durch die Nacht sollte es werden, im Norden von Bogotá wollten vier Freunde im August ein paar Mauern mit Graffiti verzieren – doch nur drei der Jugendlichen überlebten den Abend.

Als eine Polizeistreife die jungen Sprayer entdeckte, versuchten sie zu fliehen – dabei wurde der 16-jährige Kolumbianer Diego Felipe Becerra von einem Polizisten erschossen.

Einer der Freunde berichtete der kolumbianischen Wochenzeitung Semana zufolge, er habe sich nach Diego umgedreht und ihn am Boden liegen sehen: „Er rief mir zu, dass er seine Beine nicht mehr spürt.“ Den Rest des Beitrags lesen »

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Oaxaca: Revolution auf der Straße

Steinewerfer, Masken, Totenköpfe: In der Street-Art von Oaxaca spiegeln sich mexikanische Politik und Kultur.

Neben einer Kirche im spanischen Kolonialstil springen Skater über Treppen und feilen an ihren Tricks, an den Wänden kleben ein gelb-schwarzes Zebra und einige Sticker.

Gerade einmal 300.000 Einwohner hat Oaxaca, die Hauptstadt des gleichnamigen mexikanischen Bundesstaates – und doch ist Street-Art hier an jeder Straßenecke präsent und verhältnisweise häufiger zu sehen als in der riesigen Metropole Mexiko City.

Kreative Vielfalt

Viele der knallbunten Häuserwände Oaxacas sind mit Tags verziert oder auch mit unschönen Schriftzügen vollgeschmiert. Den Rest des Beitrags lesen »

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Seh-Pause: Colouring Berlin

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Strick-Guerilla gegen Unsichtbarkeit

Interkulturelle Street Art im Münchner Bahnhofsviertel: Die Künstler und Textilaktivisten Stefanie Müller und Klaus Dietl haben mit jungen Migranten aus dem Schneiderprojekt „Fadenlauf“ eine Telefonzelle eingekleidet.

Klaus Dietl zieht sich an einer Zwillingstelefonzelle im Münchner Bahnhofsviertel hoch und stülpt dem Logo auf dem Kabinendach eine pinke Wollmütze über. Dann läuft er mit einer riesigen Stoffrolle, die er wie einen Feuerwehrschlauch abwickelt, immer wieder um die beiden Telefonzellen herum.

Ein Dutzend Jugendliche, darunter Somalierinnen, Uigurinnen oder ein Schüler aus Uruguay und Künstlerinnen aus Südkorea und Mexiko bilden einen Kreis um die Kabinen und stricken die beiden Telefonzellen zwei Stunden lang mit ihren Händen in ein buntes Gittergewand ein – aus geblümter 70er Jahre-Bettwäsche und den Resten alter Kleidung aus verschiedenen Ländern. Die Telefonzellen, aus denen seit dem Boom der Billig-Call-Shops im Bahnhofsviertel kaum mehr jemand in die Welt telefoniert, sind wieder zum Knotenpunkt für Kommunikation geworden.

Handarbeit im Bahnhofsviertel

Handarbeit im Bahnhofsviertel

Das Happening am vergangenen Sonntag hatten sich die beiden Künstler Stefanie Müller, 30, und Klaus Dietl, 35, ausgedacht, um im öffentlichen Raum ein Symbol für interkulturelle Kommunikation zu setzen und jungen Migranten und Migrantinnen aus dem Bahnhofsviertel Gehör zu verschaffen.

Stoff als sozialkritische Projektionsfläche

Einige der Teilnehmerinnen der Strickaktion nähen normalerweise in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber um die Ecke, ein kleiner Raum ist hier für „Fadenlauf“ reserviert. In dem Qualifizierungsprojekt lernen 30 junge Flüchtlinge und Jugendliche mit Migrationshintergrund Schneiderhandwerk, sie kommen aus Irak, Iran, Afghanistan, Ostturkestan, aus dem Kosovo, Nigeria, Äthiopien, Somalia, Burkina Faso oder Sierra Leone. Den Rest des Beitrags lesen »

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ActiveStills aus Israel: Aufklärung durch Bilder

Das Fotografennetzwerk ActiveStills will die israelische Bevölkerung durch Dokumentarfotografie mit der Realität auf der anderen Seite der Mauer konfrontieren. Silan Dallal und Keren Manor stellten das Projekt auf der LIMA in Berlin vor.

Die öffentlichen Bildergalerien der ActiveStills werden oft beschmiert, abgerissen oder übersprayt. Zumindest hätten die Menschen die Fotos gesehen, bevor sie sie zerstört hätten, meinen Silan Dallal und Keren Manor, zwei Fotografinnen der ActiveStills. Jede Reaktion ist für sie ein Erfolg.

Das Fotografen-Netzwerk will Realitäten sichtbar machen, die in den Massenmedien unberücksichtigt bleiben und von der israelischen Bevölkerung verdrängt werden. Sie zeigen die Segregationsmauer zwischen Israel und Palästina, das Leben auf der palästinensischen Seite, die Vertreibungspolitik in Tel Aviv-Jaffa aber auch die Situation von MigrantInnen aus Eritrea oder dem Sudan.

Foto-Slideshow der ActiveStills auf der LIMA

Foto-Slideshow der ActiveStills auf der LIMA

Politische Street-Art

ActiveStills wurde 2005 von israelischen und internationalen Fotografen und Fotografinnen im Umfeld der Fotografie-Hochschule in Tel Aviv-Jaffa und der israelischen Friedensbewegung gegründet. Sie setzen auf die Macht der Bilder und wollen Impulsgeber für gesellschaftlichen Wandel und eine Einstellungsveränderung sein. Die zehn FotografInnen stellen vor allem in Israel und Palästina aus, publizieren und organisieren Projekte. Obwohl ihre Fotos mittlerweile auch von internationalen Massenmedien verbreitet werden und sie ihre Aktivisten-Fotografie auch in Museen – wie 2006 im Museum in Tel-Aviv – zeigen, ist der öffentliche Raum ihre favorisierte Ausstellungsfläche. Dort, wo sie die Menschen direkt erreichen.

ActiveStills auf der LIMA

ActiveStills auf der LIMA

Die ActiveStills kleben ihre politischen Fotografien illegal an Häuserwände und konfrontieren die Betrachter im Alltag mit dem Alltag auf der anderen Seite. Den Rest des Beitrags lesen »

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En passant: Street-Art Buenos Aires

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Sardische Street Art

In Cagliari, der Hauptstadt der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien, werden immer öfter Wale gesichtet. Zwar sind Finn- und auch Pottwale entlang der nordöstlichen Küste Sardiniens nicht ungewöhnlich. Diese neue Spezies allerdings verbeitet sich direkt in der Stadt Cagliari: An Häusern, auf Treppengeländern oder Mauerstreifen. Sie sind weiß, meist einzeln, selten auch zu zweit.

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Gemalte Street Art in den historischen Gassen der Stadt. Die sardische Hauptstadt mit ihren circa 200.000 Einwohnern ist nicht bekannt für herausragende Künstler oder spektakuläre Performances. Den Rest des Beitrags lesen »

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Thematisches

Kulturhauptstädtisches: Fernlokal bei Zwanzig10

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