Fernlokal

Online-Magazin für kulturelle Korrespondenzen und Kontraste

Schüsse auf Sprayer

Riskante Kunst: In Kolumbien ist ein 16-jähriger Sprayer erschossen worden – und die Polizei versucht, den Fehler zu vertuschen.

Ein ganz normaler Streifzug durch die Nacht sollte es werden, im Norden von Bogotá wollten vier Freunde im August ein paar Mauern mit Graffiti verzieren – doch nur drei der Jugendlichen überlebten den Abend.

Als eine Polizeistreife die jungen Sprayer entdeckte, versuchten sie zu fliehen – dabei wurde der 16-jährige Kolumbianer Diego Felipe Becerra von einem Polizisten erschossen.

Einer der Freunde berichtete der kolumbianischen Wochenzeitung Semana zufolge, er habe sich nach Diego umgedreht und ihn am Boden liegen sehen: „Er rief mir zu, dass er seine Beine nicht mehr spürt.“ Den Rest des Beitrags lesen »

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Lebendige Wände

Kollektive Kunst: Der französische Künstler JR verwandelt öffentlichen Raum in eine Gesichter-Galerie.

Sie schreien, jubeln oder blicken mal nachdenklich, mal lachend, mal durchdringend, mal kämpferisch: Wenn Mauern, Stromkästen, Busse, Häuser, Städte von riesigen, schwarz-weißen Portraits überzogen werden, dann hat JR wieder seine Mission erfüllt. Die Straße ist für den französischen Künstler „die größte Galerie der Welt“.

Gerade ist der über die Streetart-Szene hinaus bekannte Public-Artist, Jahrgang 1983, in Israel und der Westbank unterwegs – in Tel Aviv und Haifa, Bethlehem und Ramallah fotografieren er und seine Künstlergruppe Tausende von Menschen und lassen sie die Gesichter in den Städten plakatieren. Die Bedeutung der Blicke – sie bleibt den Portraitierten überlassen, und den Passanten. Den Rest des Beitrags lesen »

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Tel Aviv: Die israelische Insel

Tel Aviv, die pulsierende Stadt am Mittelmeer, ist ein spannendes Reiseziel – und für die Israelis ein Fluchtort vor den Spannungen des Nahostkonflikts.

In Tel Aviv lässt sich der Nahostkonflikt leicht verdrängen: Am Strand zupfen ein paar Jugendliche an Gitarren, alte Männer schießen beim Matkot-Spiel mit Holzschlägern Bälle hin und her, an der Promenade flanieren Menschen wie aus Modemagazinen und die vielen kleinen Cafés und Bars sind gut besucht.

Tel Aviv hat mehr mit Strandstädten wie Rio de Janeiro oder Los Angeles gemeinsam als mit dem historisch aufgeladenen Jerusalem, das von der Präsenz der Religionen und der konfliktreichen heiligen Stätten geprägt ist. Und so dreht sich in der mit fast 400.000 Einwohnern zweitgrößten israelischen Stadt Tel Aviv der Alltag meist um Profaneres als Politik – zum Beispiel um Mode, Partys, Kunst und Kultur. Den Rest des Beitrags lesen »

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Street-Art in München: Die Strickguerilla

Der Münchner Künstler Klaus Erich Dietl betreibt „Yarn Bombing“ – er strickt Statuen, Telefonzellen und Ziegenhörner ein.

Die schwarze Pferdestatue vor dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München ist diesmal das Ziel: Klaus Erich Dietl und seine drei Mitstreiter packen die Sporttasche mit den neonbunten Wollknäueln aus. Jeder nimmt sich einen Huf vor und beginnt, nur mit den Händen und Wolle an dem Pferdebein aus Bronze entlangzustricken. Eine „absurde Verschönerung“, nennt Dietl die nächtliche Guerilla-Aktion. „Es sieht so aus, als ob eine verrückt gewordene Oma durch die Stadt läuft und alles vollhäkelt.“

Der 36-jährige Maler, Comiczeichner, Street-Art-Aktivist und Hörspielautor hat bisher etwa 150 Objekte im öffentlichen Raum mit Strick-Kunst verziert. Beim sogenannten Yarn Bombing entstehen gestickte, gestrickte oder gehäkelte Graffiti.

Die Texanerin Magda Sayeg und ihr Strick-Kollektiv KnittaPlease sollen 2005 die ersten gewesen sein, die Strommasten, Telefonzellen oder Straßenlampen knallbunt einstrickten, um dem tristen öffentlichen Raum etwas Wärme zurückzugeben. Den Rest des Beitrags lesen »

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Art in Amsterdam

Ein Streifzug durch die Kiffermetropole und Grachtenschönheit Amsterdam: Street-Art, umgestaltete Fahrräder, ein internationales Magazinprojekt und viele Kühe.

Ein Zwischenstopp auf dem Weg von Tel Aviv nach Berlin als kleine Kunstreise: Vor dem Amsterdamer Hauptbahnhof wird gebaut, die Zäune sind mit Plakaten verschiedener Künstler und Künstlerinnen verhüllt – ein Projekt, das noch von der letzten Nacht der Museen übrig geblieben ist: der Mensch als Schwein, fotografische Stadtansichten, bunte Popart-Illustrationen.

Das Phänomen der Public-Private-Partnership setzt sich in letzter Zeit anscheinend immer öfter durch und weicht die Grenzen des ursprünglichen Streeart-Gedankens auf – der Künstler muss den Öffentlichen Raum gar nicht mehr erobern, sondern die Flächen werden von der Stadt zur Verfügung gestellt, teils kuratiert. Ein Straßenmusiker nutzt die Gelegenheit und lässt sich mit seiner Ziehharmonika vor der rosa-weißen Großstadtsilhouette nieder. Die imaginäre Stadt funktioniert. Den Rest des Beitrags lesen »

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Thematisches

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