Fernlokal

Online-Magazin für kulturelle Korrespondenzen und Kontraste

Fernverlinkt: Harbour-Tales – Geschichten aus Israel

Konflikt, Alltag und komplexe Lebenswelten: Deutsche und israelische Journalisten haben sich auf einen Streifzug durch Israel gemacht.

Immigration, alltägliche Bedrohung in Sderot, Mode, eine Demo für einen palästinensischen Staat, Jerusalem-Syndrom, Nachtleben in Tel Aviv, religiöser Übereifer: Bei einem Crossmedia-Workshop haben junge Journalisten aus Deutschland und Israel in Israel zahlreiche Geschichten gesucht, gefunden und auf der Webseite Harbour Tales in Bild, Ton und Text aufbereitet.

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Lebendige Wände

Kollektive Kunst: Der französische Künstler JR verwandelt öffentlichen Raum in eine Gesichter-Galerie.

Sie schreien, jubeln oder blicken mal nachdenklich, mal lachend, mal durchdringend, mal kämpferisch: Wenn Mauern, Stromkästen, Busse, Häuser, Städte von riesigen, schwarz-weißen Portraits überzogen werden, dann hat JR wieder seine Mission erfüllt. Die Straße ist für den französischen Künstler „die größte Galerie der Welt“.

Gerade ist der über die Streetart-Szene hinaus bekannte Public-Artist, Jahrgang 1983, in Israel und der Westbank unterwegs – in Tel Aviv und Haifa, Bethlehem und Ramallah fotografieren er und seine Künstlergruppe Tausende von Menschen und lassen sie die Gesichter in den Städten plakatieren. Die Bedeutung der Blicke – sie bleibt den Portraitierten überlassen, und den Passanten. Den Rest des Beitrags lesen »

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Off-Kultur und Veggie Bar: Rogatka Tel Aviv

Bar,Veggie-Küche und kulturelle Plattform: Das „Rogatka“ in Tel Aviv ist ein Treffpunkt der linken Szene.

Subkulturelle Szenen sind in Tel Aviv zwar häufig, dennoch schwer aufzuspüren für Fremde, die des Hebräischen nicht mächtig sind und die zirkulierenden Flyer, Plakate und Online-Hinweise nicht entziffern können. Auch das „Rogatka“ hat es bei dem guten Vorsatz belassen, „bald“ die Webseite auf Englisch zugänglich zu machen.

Die kleine Bar in der Yizhak Sadeh Street 32, die von einem linken Kollektiv betrieben wird und bei der die Menschen hinter der Theke alle paar Minuten wechseln, fühlt sich nach hellem Sonnenlicht erstmal an wie eine Mischung aus dunklem Wohnzimmer, Schuppen und Kantine – trotzdem irgendwie gemütlich. Den Rest des Beitrags lesen »

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Mein Haus: ein Zelt

Aufstand in Israel: Yoav Fekete lebt in einem Zelt – und protestiert für ein bezahlbares Leben und eine bessere Gesellschaft.

Yoav Fekete lebt auf dem Rothschild-Boulevard, der teuersten Allee von Tel Aviv, dort wo Banken, Büros und teure Cafés zu finden sind – doch er wohnt in keinem der Luxusapartments, sondern in einem grauen Zelt.

„Ich möchte, dass die Menschen die Zukunft gestalten und dass Israel sich ändert“, sagt der 27-Jährige. Er ist einer der jungen Demonstranten, die seit acht Wochen campen, um auf die sozialen Probleme in Israel hinzuweisen.

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Schöne fremde Welt: Ultraorthodoxe Aussteiger in Israel

Junge Israelis, die in einer ultra-orthodoxen Familie aufgewachsen sind, entdecken nach ihrem Ausstieg ein ganz neues Leben.

Zwischen Moderne und Mittelalter liegen in Israel oft nur wenige Meter. In Vierteln wie Mea Shearim in Jerusalem leben ultraorthodoxe Juden abgeschottet von der modernen Welt, die Religion bestimmt ihren Alltag.

Nur wenige, die in der streng-religiösen Gemeinschaft aufwachsen, wagen den Ausbruch und verlassen ihre Familien. Die Aussteiger müssen erst lernen, sich in der modernen Welt zurechtzufinden – eine schwierige Herausforderung.

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Tel Aviv: Die israelische Insel

Tel Aviv, die pulsierende Stadt am Mittelmeer, ist ein spannendes Reiseziel – und für die Israelis ein Fluchtort vor den Spannungen des Nahostkonflikts.

In Tel Aviv lässt sich der Nahostkonflikt leicht verdrängen: Am Strand zupfen ein paar Jugendliche an Gitarren, alte Männer schießen beim Matkot-Spiel mit Holzschlägern Bälle hin und her, an der Promenade flanieren Menschen wie aus Modemagazinen und die vielen kleinen Cafés und Bars sind gut besucht.

Tel Aviv hat mehr mit Strandstädten wie Rio de Janeiro oder Los Angeles gemeinsam als mit dem historisch aufgeladenen Jerusalem, das von der Präsenz der Religionen und der konfliktreichen heiligen Stätten geprägt ist. Und so dreht sich in der mit fast 400.000 Einwohnern zweitgrößten israelischen Stadt Tel Aviv der Alltag meist um Profaneres als Politik – zum Beispiel um Mode, Partys, Kunst und Kultur. Den Rest des Beitrags lesen »

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Fernlokal Soundtrack #2: HaBanot Nechama

Drei Damen aus Tel Aviv: HaBanot Nechama machen Folk, Soul, Reggae, Funk. Und das klingt gut.

2004 haben sich die Israelinnen Karolina (Keren Karolina Avratz), Dana Adini und Yael Deckelbaum zusammengetan, um gemeinsam Musik zu machen – aus Frustration. Denn es klappte einfach nicht mit den musikalischen und künstlerischen Solo-Karrieren. Das Problem des mangelnden Erfolgs hat sich für HaBanot Nechama inzwischen erledigt.

Das Debütalbum von HaBanot Nechama spielte 2007 in wenigen Wochen Platin-Status ein, die Band tourt inzwischen international  und die Musikerinnen basteln nebenbei an Solo-Projekten. Den Rest des Beitrags lesen »

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Reeperbahn und Buddhismus

Der Bericht der alten Dame: M. über die Gestapo, Tel Aviv als Kleinstadt, Table Dancing und israelische Politik.

M. ist über 70 Jahre alt, trägt lange, platinblonde Haare, die auf dem Kopf kurzgeschnitten sind. Auf einer Terrasse in Haifa entwickelt sich eines Morgens ein Gespräch, das zu kleinen Einblicken in ihr bewegtes Leben führt. Wie sie als Dreijährige zusehen musste, wie ihre Mutter von Gestapomännern verprügelt wurde, wird M. nie vergessen. Sie habe es jetzt noch genau vor Augen. Wahrscheinlich hätte nur das Weinen des Kindes ein wenig Mitgefühl bei den Männern ausgelöst, sagt sie – sie ließen von der Mutter ab.

M. wurde in der Ukraine geboren, während dem Zweiten Weltkrieg hat sie sich mit ihrer Familie bei Verwandten in Polen versteckt, einer ihrer Onkel war zum Katolizismus konvertiert, sah mit seinen blauen Augen und hellen Haaren sehr arisch aus. Ein fragiler Schutz, ständige Unsicherheit – der Rest ihrer Familie, bis auf die engsten Verwandten, sagt M., habe den Holocaust nicht überlebt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Momentaufnahme: Bombenalarm in Tel Aviv

Wie gehen Menschen, die von sich selbst sagen, in einem Land zu wohnen, das sich ständig im Krieg befindet, mit Gefahrensituationen um? Eine Beobachtung.

 

Abends in Tel Aviv

Abends in Tel Aviv (copyright: fernlokal)

Die Sonne ist untergegangen. Auf den spärlich beleuchteten Straßen machen die Tel Aviver ihre Abendeinkäufe. Auf der Straße Sderot Yerushalayim bildet sich ein langer Rückstau: Busse, Autos und Taxis reihen sich aneinander. Weiter hinten wird gehupt. Sie sehen nicht, dass die Straße vorne von gepanzerten Polizei-Vans gesperrt ist. Menschen sammeln sich und schauen auf die leer geräumten 100 Meter. Auf der anderen Seite das gleiche Bild.

Passanten erklären, es handele sich um einen Bombenalarm, man wisse nichts genaues. Eine dazukommende junge Frau erkundigt sich, was denn los sei. Wir sagen: womöglich eine Bombe. Sie lacht ein wenig und nickt verständlich den Kopf: „Oh this is very normal for Israel.“ Und geht weiter.

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