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„Das Leben ist ein Hauch“

Meister der Kurven: Der brasilianische Star-Architekt Oscar Niemeyer ist tot – hinterlassen hat er Hunderte von futuristischen Bauten, die Kunstwerke sind.

Am kommenden Samstag, dem 15. Dezember, wäre Brasiliens großer Visionär und Star-Architekt Oscar Niemeyer 105 Jahre alt geworden – doch Niemeyer starb nur wenige Tage zuvor, am 5. Dezember, in Rio de Janeiro. Niemeyer hat Brasiliens architektonische Moderne geprägt wie kein Zweiter, mehr Künstler als Architekt hat er grazil geschwungene, luftige Gebäude in die Welt gesetzt, die riesigen, futuristischen Kunstwerken gleichen.

„Gelebt, gestorben, angeschissen“, kommentierte Niemeyer die Vergänglichkeit, den Tod, der alles mühsam Erarbeite und Erlebte in Sekunden wieder dahinrafft. „Das Leben ist nur ein Hauch.“ Und gleichzeitig arbeitete Niemeyer mit Hunderten von Bauwerken gegen das Vergessen an, sagte einmal, dass von Tausend Bauwerken vielleicht eines ewig sei.

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20 Bilder á 20 Sekunden: Pecha Kucha beim Münchner Klimaherbst

Von Guerilla Gardening bis zu GPS-Karten in Afrika: Beim 4.Klimaherbst ging es um globale Strategien und lokale Ansätze für Klimaschutz.

Ihre Waffen sind Spaten und Harke, an tristen Ecken pflanzen sie heimlich Narzissen, Ziergräser und Yucca-Palmen oder werfen Samenbomben vom Fahrrad aus auf den Mittelstreifen oder an den Straßenrand: Die Guerilla Gartenzwerge aus München wollen Betonwüsten und vernachlässigtes Grün in blühende Beete verwandeln, sie erobern den öffentlichen Raum zurück.

Guerilla-Gärtnerin Silvia Gonzalez wirft während ihrer Präsentation bunte Fotos an die Wand: Die Gründerinnen der Gärtner-Truppe mit künstlichen Rauschebärten und Gießkanne in der Hand, erdverschmierte Aktivisten bei Pflanzaktionen oder Nachbarn, die sich über die neuen Blumen vor ihrer Haustür freuen.

20 Bilder à 20 Sekunden – durch das Pecha-Kucha-Vortragsprinzip, das junge Designer 2003 in Tokyo erfunden haben, hat Gonzalez so in exakt sechs Minuten und 40 Sekunden die Mission der Guerilla-Gartenzwerge erklärt. „Auf die Spaten, fertig, los“, fordert sie die Zuhörer am Ende ihres Vortrags zu eigenen Aktionen auf. „Beteiligung in der Stadt ist viel einfacher als man denkt.“

Guerilla Gardening, Energiesparen oder strategischer Konsum: Zwölf verschiedene Ideen, wie der Einzelne zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz beitragen kann, wurden bei der „Pecha Kucha Nacht“ des vierten Münchner Klimaherbstes präsentiert. Den Rest des Beitrags lesen »

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Art in Amsterdam

Ein Streifzug durch die Kiffermetropole und Grachtenschönheit Amsterdam: Street-Art, umgestaltete Fahrräder, ein internationales Magazinprojekt und viele Kühe.

Ein Zwischenstopp auf dem Weg von Tel Aviv nach Berlin als kleine Kunstreise: Vor dem Amsterdamer Hauptbahnhof wird gebaut, die Zäune sind mit Plakaten verschiedener Künstler und Künstlerinnen verhüllt – ein Projekt, das noch von der letzten Nacht der Museen übrig geblieben ist: der Mensch als Schwein, fotografische Stadtansichten, bunte Popart-Illustrationen.

Das Phänomen der Public-Private-Partnership setzt sich in letzter Zeit anscheinend immer öfter durch und weicht die Grenzen des ursprünglichen Streeart-Gedankens auf – der Künstler muss den Öffentlichen Raum gar nicht mehr erobern, sondern die Flächen werden von der Stadt zur Verfügung gestellt, teils kuratiert. Ein Straßenmusiker nutzt die Gelegenheit und lässt sich mit seiner Ziehharmonika vor der rosa-weißen Großstadtsilhouette nieder. Die imaginäre Stadt funktioniert. Den Rest des Beitrags lesen »

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Weltgeschehen in Bildern: World Press Photo 09

In der Caixa Cultural in Rio de Janeiro, der Kulturstaette der Caixa-Bank, gastiert zur Zeit die Ausstellung #World Press Photo 09#. Die photojournalistischen Werke werden noch bis zum 23. August 2009 gezeigt und stellen einen visuellen Streifzug durch die letzten Monate dar. Das World Press Photo of the Year 2008 symbolisiert die ersten Wehen der globalen Finanzkrise im Maerz 2008: Ein Polizist manövriert sich mit geladener Waffe durch ein Haus in Cleveland, Ohio, um sich zu versichern, dass die ehemaligen Bewohner das Haus geräumt haben (siehe Postkarte im  Bild).

World Press Photo 2009

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Kunst statt Zigarette

Wie viel Raum eine Schachtel Zigaretten für Kunst bietet, macht das Centro Cultural Recoleta in Buenos Aires mit der Ausstellung „La máquina de arte“ sichtbar: Ein Dutzend antiker, teils Variete-, teils Pop-Art-verwandter Zigarettenautomaten wurden neu befüllt – mit Kunstwerken statt Ware.

Exponate

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Thematisches

Kulturhauptstädtisches: Fernlokal bei Zwanzig10

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