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Kind der Gewalt

Gang, Gewalt, Mord: Alma aus Guatemala hat ein hartes Leben hinter sich. Jetzt hofft sie auf eine zweite Chance. Eine Webdoku.

Alma wollte unbedingt dazugehören: Mit 15 Jahren trat sie in die berüchtigte guemaltekische Jugendgang der Maras ein – und beging dafür auch ihren ersten Mord. „Von Anfang an wusste ich, dass dort getötet, gestohlen und erpresst wird“, sagt sie. Bei den anderen Gangmitgliedern der Maras fühlte Alma sich aufgehoben, hatte eine Ersatzfamilie, doch sie wurde auch immer stärker vom Kreislauf der Gewalt erfasst.

Alma (Arte Screenshot)

Alma (Arte Screenshot)

In der Arte-Web-Dokumentation „Alma – ein Kind der Gewalt“ erzählt die 26-jährige Alma ihre brutale Lebensgeschichte. Kühl wirkt sie erst, als würde sie darüber stehen, nichts mehr fühlen – doch dann brechen die Verletzungen aus ihr heraus, manchmal weint die junge Frau nur noch, vor der Kamera. Den Rest des Beitrags lesen »

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Ein zweites Leben

Fadi Saad war als Jugendlicher in einer Gang – heute bewahrt er junge Menschen vor dem Absturz.

Fadi Saad war früher in einer Gang - heute unterstützt er andere Jugendliche.

Foto: Oliver Gaertner

Fadi Saads Gangkarriere endete in der Gefängniszelle – drei Tage lang saß er dort, wie im Käfig, 15 Jahre war er alt. Ein Jahr zuvor hatte er im Jugendclub die „Araber Boys 21“ getroffen – lässige Jungs, denen alle den Weg frei machten. „Die hatten die hübschesten Mädchen, das beste Ansehen, sie hatten etwas zu sagen“, sagt Fadi Saad – auch er wollte dazugehören. Den Rest des Beitrags lesen »

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Schüsse auf Sprayer

Riskante Kunst: In Kolumbien ist ein 16-jähriger Sprayer erschossen worden – und die Polizei versucht, den Fehler zu vertuschen.

Ein ganz normaler Streifzug durch die Nacht sollte es werden, im Norden von Bogotá wollten vier Freunde im August ein paar Mauern mit Graffiti verzieren – doch nur drei der Jugendlichen überlebten den Abend.

Als eine Polizeistreife die jungen Sprayer entdeckte, versuchten sie zu fliehen – dabei wurde der 16-jährige Kolumbianer Diego Felipe Becerra von einem Polizisten erschossen.

Einer der Freunde berichtete der kolumbianischen Wochenzeitung Semana zufolge, er habe sich nach Diego umgedreht und ihn am Boden liegen sehen: „Er rief mir zu, dass er seine Beine nicht mehr spürt.“ Den Rest des Beitrags lesen »

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Gacaca: Das Dorf als Richter

Justiz auf der Wiese: Die Gacaca-Gerichte haben in Ruanda zur Aufarbeitung des Völkermords beigetragen – sie sind aber auch umstritten.

Auf der Wiese setzten sich ruandische Dorfgemeinschaften schon in vorkolonialer Zeit zusammen, um Streitigkeiten um Land oder Vieh zu diskutieren und Täter und Opfer zu versöhnen. Gacacas, die kollektiven „Gras“-Gerichte im Freien, wurden in den letzten Jahren aber auch als ungewöhnliches Forum für die Aufarbeitung des Völkermords bekannt.

Gacaca - Gerichte auf Gras (Flickr/Problemkind)

Nach dem Bürgerkrieg und dem Genozid 1994 war die juristische Infrastruktur zerstört, die Gefängnisse völlig überfüllt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Kinder-Killer

Waffen, Drogen, Geld und Macht: In Mexiko steigen immer mehr Kinder und Jugendliche ins Kartellgeschäft ein.

Gerade einmal 14 Jahre war Edgar Jiménez Lugo alt, als er im vergangenen Dezember verhaftet wurde – der mexikanische Teenager mit den krausen braunen Haaren hatte bereits vier Menschen ermordet, mindestens. Fotos von seinen Folteropfern hatte er auf seinen beiden Handys gespeichert.

Eine ziemlich blutige Bilanz für einen 14-Jährigen, doch Edgar Jiménez Lugo ist kein Einzelfall in Mexiko. Immer mehr Kinder und Jugendliche erledigen Jobs für Kartelle – von Drogenverkauf über Botengänge bis zu Mordaufträgen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Zeugen der Gewalt

Der Drogenkrieg in Mexiko kostet Tausende von Menschenleben. Wer darüber berichtet, wird selbst zur Zielscheibe.

Wenn Lucy Sosa sich durch die Bildergalerie ihres Mobiltelefons klickt, sieht sie keine Kinder, Tiere oder Urlaubsfotos, sondern ermordete Jugendliche, die mit verdrehten Körpern auf einer staubigen Straße liegen. Oder einen Mann in einer Blutlache. Alltag in Ciudad Juárez, der gefährlichsten Stadt Mexikos: „Wir finden jeden Tag drei oder vier Tote“, sagt Sosa abgeklärt, während sie die Fotos betrachtet.

Polizeireporterin Lucy Sosa: Tödlicher Job

Als Polizeireporterin der Lokalzeitung „Diario de Juárez“ hat die 41-Jährige schon viel gesehen. Die vergangene Woche begann mit zwei Männerleichen – gefesselte Hände, Folterspuren, Plastiksäcke über dem Kopf. Den Rest des Beitrags lesen »

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