Fernlokal

Online-Magazin für kulturelle Korrespondenzen und Kontraste

Fernlokal Soundtrack #9: „Loliwe“ von Zahara

In Minibussen, am Flughafen, im Supermarkt: Zahara ist immer da. Die Sängerin, die in einer Township in East London geboren wurde, ist die neue Stimme Südafrikas.

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Rios Bonde: Wahrzeichen auf dem Abstellgleis

Kaum ein Bild von Rios Künstlerviertel Santa Teresa kommt ohne die kleine gelbe Straßenbahn aus. Doch seit einem Unfall mit Toten ist die Bonde stillgelegt.

Bis die genauen Ursachen geklärt sind, soll die Bonde, eines von Santa Teresas Wahrzeichen, außer Betrieb gesetzt bleiben –  mehr als einen Monat fehlt die gelbe Bahn nun auf den kurvigen Straßen von Santa Teresa. Weil die Bonde einen historischen Wert, wohl eher aber weil sie von enormer touristischer Bedeutung ist, murren die Bewohner des Viertels.

Einige von ihnen gingen Mitte September auf die Straße und forderten die Bonde zurück in Rios Alltag. „Wir wollen die Bonde zurück“ oder „Wann werden wir unsere Bahn zurückerhalten“ stand auf den Banderolen.


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Wolfgang Stoephasius: Miles & More

Wenn Wolfgang Stoephasius reist, dann hakt er Ziele auf seiner Liste ab – wie alle im Klub der Extremreisenden, in dem er deutscher Rekordhalter ist.

Pitcairn war ein besonders kniffeliger Fall. Die winzige Vulkaninsel, gerade viereinhalb Quadratkilometer britisches Überseegebiet, ragt abrupt aus dem Pazifik heraus, an den Klippen brechen sich die tosenden Wellen, irgendwo zwischen Neuseeland und Südamerika, weit weg vom Festland, so fern, dass Pitcairn lange nicht einmal auf einer Karte verzeichnet war.

Alle paar Monate wagt sich ein Schiff aus Neuseeland heran, um die letzten 48 Bewohner zu versorgen, Nachfahren der Seefahrer, die 1789 auf der Bounty meuterten, später hier anlegten und mit geraubten Tahitianerinnen die Insel belebten.

Diese Insel also wollte auch der Münchner Wolfgang Stoephasius erobern im Februar 2011. Er buchte eine Kreuzfahrt für sich und seine Frau, das Schiff sollte in die Nähe von Pitcairn fahren. Den Rest des Beitrags lesen »

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Barfuß und Bargeldlos

Schuhe weg, Geld weg: Gestrandet in Mexiko City.

Der Plan sah eigentlich anders aus: Endlich wieder Aufbruch aus der – wenn auch spannenden und sich fast schon wie zuhause anfühlenden – Metropole Mexiko City, endlich wieder reisen – nach Morelia und Guadalajara, in die Bundesstaaten Michoacán und Jalisco, die wir bisher noch nicht betreten haben.

In Guadalajara auf der Parkbank

Nach dem Zusammensammeln der letzten Peso-Scheine aus Reiseführer, Brottüte, Socken und anderen absurden Verstecken dann Ernüchterung: wir hätten es gerade mal per Bus nach Guadalajara geschafft, dann hätten wir wohl auf einer Parkbank schlafen müssen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die neue Nerd-Show

Das Internet wird von schrägen Menschen für schräge Menschen gefüllt. Und wenn dann die virale Netzmaschine anspringt, ist ein Hit garantiert: So geschehen mit „Türkisch Deutsch/Deutsch Türkisch“ von Kathrin Fricke alias Coldmirror.

Wer türkisch spricht, sollte jetzt Humor beweisen. Denn: „Türkisch Deutsch/Deutsch Türkisch“ ist ein neuer Hit. Das Musikvideo mit dem einprägenden Refrain „Keks alter Keks“ geistert durch die sozialen Netzwerke, es wird sogar international verlinkt. Es ist eine eigenwillige Interpretation und Deutsch-Synchronisation eines türkischen Pop-Songs, ein absichtliches „Mishearing“, also Falschverstehen. Aus türkischem Liedtext wird so ein deutscher „gesunder Streuwagen“ oder „Keks mit Ohr-Sand“.

Screenshot Youtube-Kanal von Coldmirror

Für viele eine neue Internet-Entdeckung, dabei ist die Produzentin schon länger im Netz aktiv und hat einige „Falschverstehen“-Videos erstellt: Kathrin Fricke alias Coldmirror ist eine Internet-Comedian.

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24h Air-Traffic – der tägliche Flugwahnsinn

Als Erinnerung für die, die noch schnell in den Weihnachtsurlaub fliegen.

Schneller gehts hier

Wir würden eine solche Darstellung gern von den letzten Tagen sehen, als die Flughäfen in Frankfurt, Amsterdam und London zeitweise blockiert waren…

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Tel Aviv: Die israelische Insel

Tel Aviv, die pulsierende Stadt am Mittelmeer, ist ein spannendes Reiseziel – und für die Israelis ein Fluchtort vor den Spannungen des Nahostkonflikts.

In Tel Aviv lässt sich der Nahostkonflikt leicht verdrängen: Am Strand zupfen ein paar Jugendliche an Gitarren, alte Männer schießen beim Matkot-Spiel mit Holzschlägern Bälle hin und her, an der Promenade flanieren Menschen wie aus Modemagazinen und die vielen kleinen Cafés und Bars sind gut besucht.

Tel Aviv hat mehr mit Strandstädten wie Rio de Janeiro oder Los Angeles gemeinsam als mit dem historisch aufgeladenen Jerusalem, das von der Präsenz der Religionen und der konfliktreichen heiligen Stätten geprägt ist. Und so dreht sich in der mit fast 400.000 Einwohnern zweitgrößten israelischen Stadt Tel Aviv der Alltag meist um Profaneres als Politik – zum Beispiel um Mode, Partys, Kunst und Kultur. Den Rest des Beitrags lesen »

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Street-Art in München: Die Strickguerilla

Der Münchner Künstler Klaus Erich Dietl betreibt „Yarn Bombing“ – er strickt Statuen, Telefonzellen und Ziegenhörner ein.

Die schwarze Pferdestatue vor dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München ist diesmal das Ziel: Klaus Erich Dietl und seine drei Mitstreiter packen die Sporttasche mit den neonbunten Wollknäueln aus. Jeder nimmt sich einen Huf vor und beginnt, nur mit den Händen und Wolle an dem Pferdebein aus Bronze entlangzustricken. Eine „absurde Verschönerung“, nennt Dietl die nächtliche Guerilla-Aktion. „Es sieht so aus, als ob eine verrückt gewordene Oma durch die Stadt läuft und alles vollhäkelt.“

Der 36-jährige Maler, Comiczeichner, Street-Art-Aktivist und Hörspielautor hat bisher etwa 150 Objekte im öffentlichen Raum mit Strick-Kunst verziert. Beim sogenannten Yarn Bombing entstehen gestickte, gestrickte oder gehäkelte Graffiti.

Die Texanerin Magda Sayeg und ihr Strick-Kollektiv KnittaPlease sollen 2005 die ersten gewesen sein, die Strommasten, Telefonzellen oder Straßenlampen knallbunt einstrickten, um dem tristen öffentlichen Raum etwas Wärme zurückzugeben. Den Rest des Beitrags lesen »

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Augmented Reality: Virtuelle Features für das SZ-Magazin

Touché: Das Magazin der Süddeutschen Zeitung hat sich als (m. E.) erstes deutsches Medium an Augmented Reality gewagt und unter anderem Sandra Maischberger sowie Lena Meyer-Landrut digital animiert.

Kein Blick in die Zukunft: Augmented Reality, die Erweiterung der realen Welt durch eine virtuelle Dimension, ist jetzt auch in der deutschen Medienwelt angekommen. Richtet der Leser sein Smartphone auf das aktuelle Print-Cover des Magazins der Süddeutschen Zeitung, dann nimmt Sandra Maischberger die Hände von ihrem Gesicht. Auch Lena Meyer-Landruts Interview ohne Worte wird durch Comic Sprechblasen ergänzt und weitere Bildwelten animiert. Das funktioniert natürlich nur, wenn der Nutzer sich vorher eine Applikation, Junaio, heruntergeladen hat.

Das Magazin der Süddeutschen Zeitung hat damit einen Coup gelandet – schlicht, weil es eines der ersten AR-Beispiele im deutschen Raum geliefert hat. Spannend wird es jedoch in ganz anderen Bereichen, wenn es um mehr als Unterhaltung geht.  Den Rest des Beitrags lesen »

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Wir sind Regisseure – Filmemachen kann doch jeder

Kevin MacDonald hat jeden dazu aufgerufen, einen Ausschitt aus seinem Leben zu filmen und diesen auf YouTube hochzuladen. Sein Ziel: Ein Dokumentar-Film mit dem Titel „Das Leben an einem Tag“, an dem möglichst unterschiedliche Menschen aus jedem Teil der Erde teilgenommen haben. Dieses „historisch globale Experiment“ möchte MacDonald auf dem Sundance Festival 2011 zeigen.

Die Idee ist so einfach, dass es verwundert, dass nicht schon mehr Personen darauf gekommen sind: Mache einen Aufruf über eine der zahlreichen Social Media Plattformen und bitte die User darum, einen kurzen Film über sich zu zeigen. [Denn genau das passiert ja täglich.] Sage ihnen, wenn sie das tun, werden sie Teil eines einmaligen weltweiten Ereignisses, werden vielleicht sogar Kinomacher – und sollte ihr Filmchen ein paar Sekunden gezeigt werden – erscheinen sie als als Beteiligte, vielleicht sogar als Co-Regisseure im Abspann.

YouTube-Seite von "Das Leben in einem Tag"

Am 24. Juli sollten diese Beiträge gedreht worden sein. Sie können noch bis zum 31. Juli auf YouTube hochgeladen werden. Den Rest des Beitrags lesen »

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