Fernlokal

Online-Magazin für kulturelle Korrespondenzen und Kontraste

Weltweiter Preisvergleich: Bier in Kapstadt, Mietauto in Tokio

Berlin in Germany, Berlín in Salvador, Rio de Janeiro oder Kapstadt: Was kostet die Welt? Die Webseite THE EARTH INDEX ermittelt weltweite Preise – in Zusammenarbeit mit den Usern.

 

Viele Brasilianer beschweren sich, dass Europa so teuer so – doch tatsächlich schwindet das Geld in Rio de Janeiro oft viel schneller als in einer Stadt wie Berlin. Die Webseite „The Earth Index“ ermöglicht online den Preisvergleich – zumindest für aktuell 46 Produkte und Dienstleistungen wie Bier oder Zigaretten, Burger, Hotelübernachtung oder einen Mietwagen. Dinge, die vor allem für Reisende relevant sind.

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Wolfgang Stoephasius: Miles & More

Wenn Wolfgang Stoephasius reist, dann hakt er Ziele auf seiner Liste ab – wie alle im Klub der Extremreisenden, in dem er deutscher Rekordhalter ist.

Pitcairn war ein besonders kniffeliger Fall. Die winzige Vulkaninsel, gerade viereinhalb Quadratkilometer britisches Überseegebiet, ragt abrupt aus dem Pazifik heraus, an den Klippen brechen sich die tosenden Wellen, irgendwo zwischen Neuseeland und Südamerika, weit weg vom Festland, so fern, dass Pitcairn lange nicht einmal auf einer Karte verzeichnet war.

Alle paar Monate wagt sich ein Schiff aus Neuseeland heran, um die letzten 48 Bewohner zu versorgen, Nachfahren der Seefahrer, die 1789 auf der Bounty meuterten, später hier anlegten und mit geraubten Tahitianerinnen die Insel belebten.

Diese Insel also wollte auch der Münchner Wolfgang Stoephasius erobern im Februar 2011. Er buchte eine Kreuzfahrt für sich und seine Frau, das Schiff sollte in die Nähe von Pitcairn fahren. Den Rest des Beitrags lesen »

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Fernlokal WM-Spezial 2011: Discover Football – Die kleine Weltmeisterschaft

Frauen, Fußball, viel Kultur: Beim Fußballfest „Discover Football“ kicken Spielerinnen aus aller Welt auf Kreuzberger Rasen.

Für die jungen Afghaninnen, die 2010 zum ersten Frauen-Fußball-Kulturfestival „Discover Football“ nach Berlin reisten, war schon der erfolgreiche Weg zum Fußballplatz ein Sieg. In ihrem Heimatland konnten sie aus Angst vor islamistischen Attacken nie trainieren. In anderen Ländern kämpfen Spielerinnen gegen Diskriminierung, Kriegstraumata oder soziale Barrieren.

Der Ball fliegt knapp am Tor vorbei

Auch in diesem Jahr treten bei „Discover Football“ in Berlin wieder Teams aus der ganzen Welt an, die es in ihren Herkunftsländern besonders schwer haben – oder sich besonders stark sozial engagieren. Den Rest des Beitrags lesen »

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24h Air-Traffic – der tägliche Flugwahnsinn

Als Erinnerung für die, die noch schnell in den Weihnachtsurlaub fliegen.

Schneller gehts hier

Wir würden eine solche Darstellung gern von den letzten Tagen sehen, als die Flughäfen in Frankfurt, Amsterdam und London zeitweise blockiert waren…

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Youtube-Filme: Trafficking in Bombay, Missbrauch in der US-Army

Youtube-Filme: Viel Trash, aber auch sehenswerte Dokumentationen. Zum Beispiel eine Doku über Frauen und Mädchen, die in Bombay zur Prostitution gezwungen werden und ein Film über sexuellen Missbrauch in der US-Army.

Kung Fu, Spice Girls oder Bollywood: Das Angebot ist noch überschaubar, doch das wird sich ändern – Youtube bietet jetzt ganze Filme (statt der bisherigen zerstückelten Einzelteile). Hier zwei Dokumentationen, die sehenswert sind und den drastischen Missbrauch von Frauen thematisieren.

2500 Frauen und Mädchen verschwinden täglich weltweit – und viele werden in die Prostitution gezwungen. In The Day my God died erzählen Opfer von Trafficking, wie sie entführt wurden und was sie als Sexsklavinnen in Bombay ertragen mussten. Viele von ihnen wurden mit Vergewaltigungen, Gewalt, brennenden Zigaretten oder Säure gefügig gemacht und waren teils erst sechs oder sieben Jahre alt, als sie sich prostituieren mussten. Denn junge Mädchen sind besonders gefragt – in dem absurden Irrglauben, dass Sex mit Jungfrauen (Geschlechts-)Krankheiten heilt und die Potenz steigert.

Sex in the Army zeigt, wie sexuelle Belästigung, Missbrauch und Vergewaltigung fast zum Alltag von US-Soldatinnen gehört Den Rest des Beitrags lesen »

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Deutsche Bier-Pioniere im Ausland: Das Ende der glorreichen Zeiten

Von Brasilien bis China: Deutsche Braumeister haben das Bier in der ganzen Welt verbreitet, darunter auch Sorten mit gewöhnungsbedürftigen Geschmacksrichtungen. Jetzt interessiert sich kaum einer mehr für die Deutschen.

Der erste Einsatz von Hans-Heinz Stecker in Xi’an war gleich eine Notoperation. Die chinesische Brauerei, die der Braumeister 1987 beraten sollte, befand sich noch mitten im Bau, die Fertigstellung der Sudhaussteuerung hätte weitere vier Monate gedauert – doch das erste Bier musste fertig werden.

Mit Funkgeräten von der chinesischen Polizei verteilten sich der Magdeburger und sein Team auf verschiedene Stationen und funkten sich Signale wie „Wasser auf“, „Rührwerk ein“ oder „Schrotkasten öffnen“ zu. Mal kam von der zentralen Energieversorgung kein Dampf, kein Wasser oder der Strom fiel aus. Doch trotz aller Schwierigkeiten hatten sie nach 38 Stunden drei Sude gebraut, gekühlt und mit Hefe angestellt.

Hans-Bier: Deutsche Brauer haben das Bier in der ganzen Welt verbreitet.

Hans-Bier: Deutsche Brauer haben das Bier in der ganzen Welt verbreitet.

Inzwischen ist der 80-Jährige 25 Mal nach China gereist, um Aufbauarbeit im Brauereiwesen zu leisten. Eine Anzeige in einer Fachzeitschrift hatte ihn kurz vor seiner Rente zu dem abenteuerlichen Job geführt: Die Chinesen suchten deutsche Experten, er sagte spontan zu.

Die Braumeister aus Deutschland haben im Ausland einen guten Ruf. Doch deutsche Bier-Pioniere wie Stecker gibt es nur noch selten. Den Rest des Beitrags lesen »

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Sauberes Wasser bleibt knapp

Sauberes Wasser ist ein Menschenrecht – doch 900 Millionen haben keinen Zugang zu Trinkwasser. In Stockholm diskutieren Fachleute, was sich gegen den Notstand tun lässt.

Seit Ende Juli gibt es ein Menschenrecht auf sauberes Wasser, doch weltweit haben laut Unicef immer noch knapp 900 Millionen Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser und Millionen sterben an den Folgen verschmutzten Wassers. Wie das Versorgungsproblem gelöst und die Wasserqualität verbessert werden kann, diskutieren Experten bei der Weltwasserwoche in Stockholm, die am Sonntag begonnen hat.

Myanmar: Wasser aus dem Brunnen (Foto: Patrick M. Loeff)

Myanmar: Wasser aus dem Brunnen (Foto: Patrick M. Loeff)

„Die UN-Erklärung ist ein wichtiger politischer Schritt, aber die praktischen Probleme bleiben“, sagt Wasserexperte Martin Geiger von der Umweltschutzorganisation WWF Deutschland. Aus Industrie und Landwirtschaft, aber auch wegen fehlender Sanitäranlagen sickern Schadstoffe in Grundwasser und Flüsse ein und verschärfen das Problem der ohnehin schon knappen Ressourcen. Afrika gilt weiterhin als Brennpunkt bei der Versorgung mit Trinkwasser und der Abwasserentsorgung.

Verschmutzung durch Bewässerungslandschaft
In Ländern wie China, Indien oder Pakistan belastet vor allem die Landwirtschaft die Flüsse und das Grundwasser mit hohen Schadstoffmengen. Landwirtschaft ist auch immer noch das größte deutsche Wasserqualitätsproblem, weil Dünger ins Wasser gelangt und in einigen Regionen Stickstoff und Nitrat zu hohen Kosten herausgefiltert werden müssten.

In den Entwicklungsländern werden laut WWF 70 Prozent der städtischen und industriellen Abwässer ungeklärt in die Gewässer geleitet. „Mangel, Verschwendung, Verschmutzung und Klimawandel wirken zusammen und werden, wenn sich nichts ändert, zu einer globalen Wasserkrise führen“, befürchtet Martin Geiger. Die Weltwasserwoche sei zwar politisch unverbindlich, aber ein wichtiges Forum für Erfahrungsaustausch und Innovationen.

Wieso grenzüberschreitendes Wassermanagement, Wasser-Zapfstellen oder Trenntoiletten sinnvoll sind: Süddeutsche.de

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Fernlokal WM 2010-Spezial: „Jungs ausfummeln“. Ein Interview mit Tine Britt über Fußball

Tine Britt spielt Fußball seit sie laufen kann. Die 21-Jährige kickt bei dem türkischen Verein AL-Dersimspor in Berlin und trainiert auch selbst eine Mini-Mannschaft.

Tine im Porträt

Alles war viel leiser als sonst: Das Stirnband, das Tine Britts Kopftuch festhielt, drückte auf die Ohren und dämpfte die Geräusche. Ansonsten fand sie es nicht störend, mit Hijab Fußball zu spielen. Normalerweise kicken Tine Britt und ihre Mannschaft bei dem türkischen Verein BSV AL-Dersimspor in Berlin aber ohne Kopftuch, im normalen Trikot – und nicht vor 1000, sondern meist vor 50 bis 100 Zuschauern. Doch bei dem Freundschaftsspiel gegen die iranische Frauennationalmannschaft in Teheran mussten sich die Berlinerinnen an die strenge Kleiderordnung halten. Das Match 2006 im Iran ist Tine Britts bisher aufregendstes und ungewöhnlichstes Spiel gewesen.
Zurzeit trainiert sie dreimal wöchentlich und spielt fast jedes Wochenende gegen andere Berliner Mannschaften. Fast hätte die 1. Frauenmannschaft von AL-Dersimspor auch den Aufstieg von der Berlin-Liga in die Regionalliga geschafft. „Wir waren eine Zeitlang Zweite, aber das letzte Spiel haben wir nicht hinbekommen“, ärgert sich die 21-Jährige. Fußball ist für Tine Britt eine Ablenkung vom Alltag, eine Art Freiheit, Den Rest des Beitrags lesen »

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Instant Origami: Speed-Dating mit Hai und Kranich

Nur ein paar Sekunden dauert die moderne Variante von Origami, der Kunst des Papierfaltens: Beim Instant Origami kommt es nicht auf Genauigkeit, sondern auf Schnelligkeit und Phantasie an.

Es könnte Fisch oder Vogel sein: Die Ergebnisse von Instant Origami sind nicht immer sofort zu identifizieren. Bei der schnellen Variante der fernöstlichen Papierfalterei entstehen die Objekte in Sekunden, wirken aber auch oft kaum eindrucksvoller als ein zerknüllter Notizzettel. Wie beim traditionellen Origami gilt die Regel: Verzicht auf Kleber.

Klassische Origamis sind oft komplex und können den Bastler mehrere Stunden kosten. Die fernöstliche Kunst, die zuerst in China und Japan aufkam, wurde anfangs wegen der hohen Kosten von Papier meist nur bei Zeremonien eingesetzt. Den Rest des Beitrags lesen »

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KiK-Preiskampfstrategie: Billigkleidung, Billiglöhne

Von der Socke bis zur Mütze: Maximal 30 Euro kostet ein Komplett-Outfit bei dem Textil-Discounter KiK. Die sozialen Nebenkosten bei der Produktion der Billigkleidung sind allerdings höher – die Preiskampf-Strategie schlägt sich in Lohndumping und Arbeitsrechtsverletzungen im In- und Ausland nieder.

Wenn der NDR heute Abend „Die KiK-Story – die miesen Methoden des Textildiscounters“ ausstrahlt, die Christoph Lütgert in Deutschland und in Bangladesch recherchiert hat, wird das Publikum kaum Neues erfahren:  Damit die Jeans bei KiK für drei, vier Euro verkauft werden können, wird auf dem Weg bis zur Kasse kräftig gespart – nicht nur in Billiglohnländern wie Bangladesch, sondern auch bei den Arbeitsbedingungen in Deutschland.

KiK – kurz für „Der Kunde ist König“ – sieht sich als „verantwortungsbewusstes, expansives und erfolgreiches Unternehmen“.  1994 ist die Kette KiK Textilien und Non-Food GmbH von Stefan Heinig und der Tengelmann Unternehmensgruppe gegründet worden. Mittlerweile besitzt KiK über 2.500 Läden in Deutschland, Österreich, Slowenien, Tschechien, Ungarn und der Slowakei, das Ziel der Zukunft ist ein 5.000-Filialen-Netz.

Heinig erklärte 2007 in einem Interview der WELT seine Erfolgsstrategie:  Als Ex-Schiedsrichter müsse ihm nicht jeder applaudieren – so ist ein rücksichtsloser Preiskampf durchzuhalten. Wenn die Konkurrenz nicht mehr mithalten könne, sei dies nur gerecht.  Gespart wird bei KiK überall entlang der Wertschöpfungskette:  KiK verzichtet vom Zwischenhändler bis zu Mülltonnen auf möglichst viele Kosten-Posten und macht sogar eigenen Schrott zu Geld: „Die großen Tonnen haben wir abbestellt, wir bestellen nur noch das, was wir unbedingt müssen. Ich halte die Müllgebühren in Deutschland für einen Skandal. Wir verkaufen unseren Papiermüll und unseren Schrott selber, das bringt noch einen Deckungsbeitrag.“

Jeans für 3 Euro, Arbeit für unter 5 Euro Den Rest des Beitrags lesen »

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