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„Eye Phone“ gegen Blindheit

Ein aufgerüstetes Smartphone soll in Zukunft Sehbeeinträchtigungen erkennen – und dabei helfen, Erblindungen zu behandeln, bevor es zu spät ist.

Das "Eye Phone" im Einsatz (Screenshot: Peek Vision)

Das „Eye Phone“ im Einsatz (Screenshot: Peek Vision)

Als Dreijähriger hat Simon sich beim Spielen einen spitzen Gegenstand ins Auge gestochen, doch seine Eltern konnten ihn nicht behandeln lassen – weil das nächste Krankenhaus zu weit entfernt und zu teuer für sie war. Seitdem ist der Kenianer auf einem Auge blind. Eine rechtzeitige Behandlung hätte seine Sehkraft wohl retten können.

Forscher aus London wollen in Zukunft mit einer mobilen Mini-Klinik gegen Augenkrankheiten und Erblindung kämpfen: ein mit der „PEEK“-App und einem Scan-Aufsatz hochgerüstetes Smartphone soll Sehleiden diagnostizieren, per Mobiltelefon können auch internationale Experten oder die nächste Klinik hinzugezogen werden, der Datenaustausch funktioniert mobil, Entwicklungen können analysiert, Behandlungen schneller eingeleitet werden.

Erblindung als Armutsproblem
Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge kämpfen fast 300 Millionen Menschen weltweit mit Sehbeeinträchtigungen (WHO), fast 39 Millionen Menschen sind blind – und in 80 Prozent der Fälle wäre eine Erblindung vermeidbar gewesen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Crowd-Designing: Hartz IV-Möbel

Le van Bo hat Möbel entworfen, die jeder nachbauen kann – die Anleitungen verteilt er in der ganzen Welt.

Mit verletztem Stolz fing es an: Der Architekt Van Bo Le-Mentzel wollte sich beweisen, dass er nicht nur entwerfen, sondern auch handwerklich anpacken kann – an einer Berliner Volkshochschule belegte er einen Wochenendkurs.

Der Crowd-Designer: Van Bo Le-Mentzel auf seinem "24 Euro Sessel" (Foto: Hatje Cantz)

Der Crowd-Designer: Van Bo Le-Mentzel auf seinem „24 Euro Sessel“ (Foto: Hatje Cantz)

Das Ergebnis: der „24 Euro Sessel“, ein Holzmöbel, das sich jeder leisten und in etwa 24 Stunden nachbauen kann – und der Sessel wurde zum ersten Stück einer ganzen Kollektion, die schlicht, praktisch und gleichzeitig elegant wirkt, inspiriert vom Bauhaus-Stil. Den Rest des Beitrags lesen »

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Models gegen Morde

Immer mehr Models mit Albinismus erobern die Modewelt – gerade in Afrika könnten sie dazu beitragen, gefährliche Klischees zu entkräften.

Sie hat eine schwarze Familie und ist doch weiß: Diandra Forrest ist hellhäutig, weil ihrer Haut Pigmente fehlen – das afroamerikanische Model mit Albinismus fällt nicht nur auf dem Laufsteg auf. Auch in der Bronx, dem New Yorker Stadtteil, in dem sie aufgewachsen ist, stach sie immer heraus.

Ihr Aussehen verhilft der 20-Jährigen heute zum Erfolg, sie gilt als interessantes Gesicht, in einem Markt, der immer auf der Suche nach dem Exotischen, dem Anderen, ist: der Modewelt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Open Source gegen die Krise

Portugal nutzt die Finanzkrise zur Modernisierung – und stellt die Behörden auf Open Source Software um.

Im Namen der Finanzkrise wurden und werden immer wieder Sparmaßnahmen durchgesetzt, die die Möglichkeiten eines Landes eher beschneiden, das Tief zu überwinden – eine Krise kann aber auch ein Treiber für sinnvolle Reformen sein.

Portugal hat im vergangenen Jahr ein Gesetz verabschiedet, das die Einführung offener Standards festlegt – in Zukunft sollen die portugiesische Behörden mit Open Document Format (ODF) an editierbaren Dokumenten arbeiten. Den Rest des Beitrags lesen »

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Rote Karte für Machos

Sie gründen Start-Ups, hacken, programmieren: Doch Frauen sind in der digitalen Szene noch zu unsichtbar.

Hacker – das ist in der Vorstellung vieler immer noch ein Mann, der eine symbiotische Beziehung mit seinem Computer hat. Tatsächlich aber gibt es zahlreiche Hackerinnen, in Deutschland auch „Haecksen“ genannt – auch wenn sie eine Minderheit sind und seltener lautstark in die Öffentlichkeit treten.

Frauen während einer Podiumsdiskussion bei der Campus Party Europe
Dumme Sprüche und sexistisches Verhalten seien bei der DEFCON, dem größten Hackertreffen in den USA, häufig, sagt Keren Elazari, eine 30-jährige Hackerin aus Tel Aviv. Den Rest des Beitrags lesen »

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Politik-App: Mein Nachbar, der Demokrat

Gefallen oder Gefahr? Eine neue Wahlkampf-App der amerikanischen Demokratischen Partei zeigt an, wo Gesinnungsgenossen wohnen.

Obamas Partei hat mit der Entwicklung einer neuen App für den Wahlkampf mal wieder Netzaffinität bewiesen: Auf einer Google-Map wird dem Symphatisanten sein eigener Standpunkt angezeigt – und sämtliche andere Anhänger der Demokraten in der Nachbarschaft, mit Vornamen, abgekürztem Nachnamen, Geschlecht und Alter.

Alles blau: Wahlkampf-App zeigt Wähler der Demokraten an

Alles blau: Wahlkampf-App zeigt Wähler der Demokraten an

Längst ist auch das Politische öffentlich. Den Rest des Beitrags lesen »

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Weltweiter Preisvergleich: Bier in Kapstadt, Mietauto in Tokio

Berlin in Germany, Berlín in Salvador, Rio de Janeiro oder Kapstadt: Was kostet die Welt? Die Webseite THE EARTH INDEX ermittelt weltweite Preise – in Zusammenarbeit mit den Usern.

 

Viele Brasilianer beschweren sich, dass Europa so teuer so – doch tatsächlich schwindet das Geld in Rio de Janeiro oft viel schneller als in einer Stadt wie Berlin. Die Webseite „The Earth Index“ ermöglicht online den Preisvergleich – zumindest für aktuell 46 Produkte und Dienstleistungen wie Bier oder Zigaretten, Burger, Hotelübernachtung oder einen Mietwagen. Dinge, die vor allem für Reisende relevant sind.

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Mist zu Gold

Der kleine peruanische Küstenort Paracas ist berühmt für seine Inseln voller Vögel – und deren Mist ist ein wertvolles Wirtschaftsgut.

Morgens um acht schießen die ersten Schnellboote voller Touristen an der Küste des Naturschutzgebietes von Paracas vorbei, vorbei an einem riesigen Abdruck, der in den Hang geritzt ist und aussieht wie ein überdimensionaler Kerzenleuchter oder ein Kaktus und um den sich verschiedene Mythen ranken, da niemand seine Herkunft kennt.

Wenn das Boot die Islas Ballestas erreicht, sind die Vögel und Seelöwen aber die größte Attraktion – das Boot treibt an schwarzen oder weißen Felsformationen vorbei, je nachdem, welche Farbe die dort sitzenden, nistenden Vögel haben, die das karge Gestein in lebendiges Gewimmel verwandeln.

„Die arbeiten gerade“, sagt der Touristenführer Louis aus Paracas und deutet auf ein paar Vögel, die gerade weiße Flecken gegen den steil abfallenden Felsen klatschen lassen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Mein Haus: ein Zelt

Aufstand in Israel: Yoav Fekete lebt in einem Zelt – und protestiert für ein bezahlbares Leben und eine bessere Gesellschaft.

Yoav Fekete lebt auf dem Rothschild-Boulevard, der teuersten Allee von Tel Aviv, dort wo Banken, Büros und teure Cafés zu finden sind – doch er wohnt in keinem der Luxusapartments, sondern in einem grauen Zelt.

„Ich möchte, dass die Menschen die Zukunft gestalten und dass Israel sich ändert“, sagt der 27-Jährige. Er ist einer der jungen Demonstranten, die seit acht Wochen campen, um auf die sozialen Probleme in Israel hinzuweisen.

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Online-Petition: Abstimmen für Qualitätsjournalismus

Guter Journalismus braucht Ressourcen: Nachwuchsjournalisten protestieren mit einer Online-Petition gegen den Sparkurs der Verleger.

Nachwuchsjournalisten haben auch etwas zu Ihrer eigenen Zukunft zu sagen, die gerade an anderer Stelle entschieden werden soll: Bei den Tarifverhandlungen für Tageszeitungen. Wer in Zukunft als Journalist bei einer Zeitung eingestellt wird, soll nach den Plänen der Verleger bis zu 30 Prozent weniger verdienen als bisher. Schüler von zwölf deutschen Journalistenschulen haben einen offenen Brief an die Zeitungsverleger geschrieben. Hier geht es direkt zur Online-Petition. Interessant auch die Pro- und Contra-Debatte.

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Thematisches

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